Zistrose gegen Viren und Bakterien

Cistus incanus – so hilft das Allrounder-Heilkraut

Wertvolle Pflanzenstoffe machen die Zistrose zum Keimkiller und Schönheitsmittel. Die antivirale und antibakterielle Wirkung ist wissenschaftlich bewiesen, darum ist Cistus-Tee ein idealer Begleiter für die Erkältungszeit. Aber nicht nur dann – es gibt viele Gründe, zu Cistus zu greifen.

Zistrose
Die Zistrose (Cistus incanus) mit ihren zarten, rosa Blüten ist in Griechenland beheimatet.
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Cistus incanus ist eine im Mittelmeerraum beheimatete Heilpflanze, die als Zistrose oder kurz Cistus oder auch Cystus bekannt ist. Sie wird seit Jahrtausenden als Heil- und Schönheitsmittel verwendet. Inzwischen ist ihre antibakterielle und antivirale Wirkung wissenschaftlich bewiesen. Außerdem leitet sie gefährliche Schwermetalle aus dem Körper aus. Doch wie schafft die Zistrose all das?

Polyphenole sind das gesunde Geheimnis der Zistrose

Der medizinische Wirkstoff der Zistrose befindet sich vor allem in den Stängeln und Blättern. Diese werden während der Blütezeit geerntet und dann vor allem als Zistrosentee, aber auch als Cistus-Kapseln und Cistus-Salbe verkauft. In Deutschland ist Cistus incanus erst seit relativ kurzer Zeit als Heilpflanze anerkannt, mittlerweile ist die Zistrose aber als Medizinprodukt in Apotheken, Drogerien sowie online erhältlich.

Polyphenole sind sekundäre Pflanzenstoffe mit antiviraler Wirkung, die in sehr hoher Konzentration in Cistus incanus vorkommen. Genau das macht diese Pflanze so besonders. Denn die enthaltenden Polyphenole haben eine schützende Wirkung, indem sie das Andocken von Viren an Körperzellen verhindern.

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Jedes Virus braucht eine Wirtszelle (zum Beispiel eine Immunzelle des Menschen), um sich zu vermehren. Der Arzneistoff in der Zistrose bewirkt, dass das Virus nicht mit den Körperzellen interagieren kann und deaktiviert somit die Krankheitserreger.

Cistus wirkt gegen Grippeviren sowie antibakteriell

Vor allem vorbeugend eingesetzt bietet Cistus einen pflanzlichen Schutz vor Grippe-Erregern, Erkältungsviren und anderen Viren. Wenn erste Symptome auftreten, kann die Zufuhr von Cistus-incanus-Präparaten innerhalb von 48 Stunden die Krankheit abwenden. Bei späterem Einnahmebeginn lindert die Heilpflanze die Beschwerden und beschleunigt die Genesung.

Zwei bis drei Tassen Zistrosentee täglich helfen, die Erkältung rasch loszuwerden oder diese zu verhindern. Eine Cistus-Kur zur Prophylaxe sollte einen Monat durchgeführt werden.

In Sachen antibakterieller Wirkung der Zistrose wurden Fälle von Borreliosepatienten bekannt, die nach der Einnahme von Cistus-Präparaten deutliche Verbesserungen berichteten. Die Heilwirkung kommt dadurch zustande, dass die Spiralbakterien (Borrelien) durch Cistus "verklebt" und somit unschädlich gemacht werden.

Entzündungshemmende Zistrose gegen Hautkrankheiten

Kommt es zu Entzündungen im Mund- und Rachenraum, kann ein stärkerer Aufguss des Cistus-Teekrauts als Gurgellösung verwendet oder zum Bepinseln betroffener Bereiche benutzt werden.

Bei Akne, Neurodermitis und Schuppenflechte kann man Cistus-Tee äußerlich anwenden – zum Beispiel mit einem Wattepad auftragen und antrocknen lassen. Die Lösung wirkt entzündungshemmend und mindert den Juckreiz. Zusätzlich können Menschen mit den genannten Hautkrankheiten kurmäßig drei Tassen Cistus-Tee täglich trinken.

Wird der kalte Zistrosentee nach der Gesichtspflege auf die Haut aufgetragen, wird die Haut gestrafft und das Hautbild verbessert. Als Schönheitsmittel wurde die Zistrose bereits von den Frauen der Antike verwendet. Auch das Harz der Zistrosen-Blätter wird seit jeher als Zutat von Hautsalben genutzt.

Cistus incanus zum Ausleiten von Schwermetallen

Unter anderem durch Rauchen, alte Wasserleitungen oder in bestimmten Berufen gelangen Schwermetalle in den menschlichen Körper, die sich negativ auf die Gesundheit und das Wohlbefinden auswirken können.

Die Polyphenole der Zistrose umschließen diese Giftstoffe und verhindern so, dass schädliche Substanzen in den Blutkreislauf und letztlich in die Organe gelangen. Vorteilhafte mineralische Verbindungen, wie zum Beispiel Eisen, werden dabei nicht gebunden.

Wirkung des Heilkrauts Cistus incanus auf einen Blick

Die Zistrose ist in Sachen Gesundheit ein Allround-Talent. Hier sind ihre wichtigsten Wirkungen kurz zusammengefasst:

Cistus incanus wirkt

  • hemmend auf die Vermehrung von Viren und Bakterien
  • schwertmetallausleitend
  • antientzündlich
  • Juckreiz lindernd

Cistus incanus wird eingesetzt

  • zur Vorbeugung von Erkältungskrankheiten
  • bei Mund- und Rachenentzündungen
  • zum Ausleiten von Schwermetallen
  • zur Behandlung von Neurodermitis, Akne und Schuppenflechte
  • zur Hautpflege
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Autor:
Letzte Aktualisierung: 18. September 2015

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