frau_baby_stillen

Rauchen in der Schwangerschaft

Giftig: Muttermilch von Raucherinnen

Muttermilch ist das Beste fürs Kind, ist allerorten zu lesen. Doch trifft dies auch auf die Milch von Raucherinnen zu? Schließlich gelangen durch den Zigarettenkonsum Krebs erregende Stoffe wie Dioxine, Benzpyrene, Nitrosamine und Schwermetalle in die Babynahrung. Raucherinnen müssen darum aber nicht aufs Stillen verzichten - sofern sie sich einige Regeln zu eigen machen.

Bis die Schadstoffe einer Zigarette aus dem Körper ausgeschieden werden, vergehen häufig mindestens drei Stunden. Raucherinnen sollten deshalb unmittelbar nach dem Stillen zur Zigarette greifen, um den Schadstoffgehalt in der Muttermilch gering zu halten.

Milch von Raucherinnen schlägt Babys auf den Magen

Besser ist es natürlich, vollständig aufs Rauchen zu verzichten. Schließlich sprechen nicht nur die Giftstoffe dagegen: Starkes Rauchen von 10-15 Zigaretten pro Tag kann das Stillen grundsätzlich erschweren. Es führt oft zu einem verzögerten Milcheinschuss und zu einer verminderten Milchproduktion. Außerdem können Raucherbabys oft nicht so gut saugen. Eltern und Kinderärzte haben zudem Unruhe, Koliken, Erbrechen und verminderte Gewichtszunahme beobachtet.

Raucherinnen fehlt oft die Geduld fürs Stillen

Rauchen senkt zudem den Prolaktinspiegel der Mutter. Das Hormon Prolaktin fördert nicht nur die Milchproduktion, es sorgt auch dafür, dass das Stillen für Mütter angenehmer wird, da es wie ein natürliches Beruhigungsmittel wirkt. Das ist möglicherweise ein Grund, weshalb rauchende Mütter ihre Babys häufig früher abstillen als Nichtraucherinnen - gerade starke Raucherinnen neigen dazu, ihren Babys sehr früh die Flasche zu geben.

Atemwegserkrankungen sind häufiger

Es gibt noch ein weiteres Argument, das Mütter zur Raucherentwöhnung veranlassen könnte: Atemwegserkrankungen finden sich bei Kindern, die von Raucherinnen gestillt werden, häufiger. Dies liegt vermutlich nicht nur an der Muttermilch, sondern auch daran, dass manche Frauen auch in der Nähe ihres Kindes zur Zigarette greifen.

Möchte eine Stillende trotz aller Risiken nicht aufs Rauchen verzichten, tut sie gut daran, folgende Regeln zu berücksichtigen:

  • mehr als fünf Zigaretten täglich sollte die Stillende unter keinen Umständen rauchen, denn je mehr Tabak sie konsumiert, desto größer sind die gesundheitlichen Risiken für das Kind
  • nie in der Nähe des Kindes rauchen
  • vor dem Stillen eine lange Rauchpause einlegen, das reduziert die Schadstoffkonzentration der Milch.


Autor: Springer Medizin
Stand: Nov 19, 2007


Sie lesen gerade:

Giftig: Muttermilch von Raucherinnen

Seite empfehlen:
A A A

Rauchstopp

frau_trinken

Mit Schrothkur zum Nichtraucher

Mithilfe einer Schrothkur lässt sich der Abschied vom Glimmstängel erleichtern. Wie diese "Trink- und Trockentage" helfen, lesen Sie hier.

Schrothkur

Stiftung Deutsche Schlaganfall-Hilfe

Die Stiftung Deutsche Schlaganfall-Hilfe informiert, klärt auf und berät in allen Belangen rund um den Schlaganfall.

mehr

Selbsttest

strenger_blick

Bin ich süchtig?

Testen Sie, wie abhängig Sie vom Nikotin sind. Die Auswertung erhalten Sie sofort.

mehr

LungenKrebsC - Die Lungenkrebs-Community

LungenKrebsC - Die Community zum Thema Lungenkrebs

Jetzt kostenlos anmelden

LungenkrebsC ist eine kostenlose Health-Community, die all diejenigen auf einer Plattform zusammenbringen möchte, die mit dem Thema Lungenkrebs zu tun haben.

hier kostenlos anmelden

Expertenrat

Ärztlicher Rat zum Rauchstopp

Haben Sie eine Frage zum Thema Raucherentwöhnung? Hier berät Sie kostenlos ein ärztlicher Experte.

Lifeline Hausapotheke Logo

Gesundheitstipps und Bestellmöglichkeit von Medikamenten gegen große und kleine Beschwerden im Alltag. Lifeline Hausapotheke

shop-apotheke.com

Rauchstopp

Akupunktur hilft

Mit Akupunktur kann man sich erfolgreich das Rauchen abgewöhnen und das Verlangen nach der Zigarette zu unterdrücken. Informieren Sie sich im Special Akupunktur.

Special Akupunktur