Rauchen in der Schwangerschaft
Raucherbabys leiden unter Langzeitfolgen
Manchen Schwangeren vergeht durch die hormonelle Umstellung die Lust auf Zigaretten. Aber nicht alle werdenden Mütter sind derart begünstigt. Trotzdem tun auch hartnäckige Raucherinnen gut daran, ihren Konsum zumindest stark einzuschränken.
Schwangere, die mehr als 20 Zigaretten pro Tag rauchen, müssen nämlich damit rechnen, untergewichtige Babys auf die Welt zu bringen. Die Neugeborenen sind durchschnittlich 200 Gramm leichter als der Nachwuchs nichtrauchender Mütter. Der Grund: Zigarettenkonsum schränkt die Blutversorgung der Plazenta ein. Dadurch wird der Fötus schlechter mit Nährstoffen versorgt.
Raucherkinder haben ein eindeutig erhöhtes Diabetes-Risiko
Wenn die Kinder älter werden, ist es dann leider genau umgekehrt. Erhebungen bei etwa 10.000 Schulkindern zeigten, dass sich das Risiko für starkes Übergewicht im Grundschulalter fast verdoppelt, wenn die Mutter während der Schwangerschaft geraucht hat.
Außerdem haben Kinder von Raucherinnen ein bis zu fünf Mal höheres Risiko, an Diabetes zu erkranken. Das brachte eine schwedische Studie zutage, die seit 1958 Daten von 17.000 Müttern auswerteten.
Studie: Babys von Raucherinnen sind oft unkonzentrierter
Rauchen in der Schwangerschaft führt außerdem häufig zu Verhaltensauffälligkeiten bei Kindern. Das haben russische Wissenschaftler an 250 Säuglingen zwischen zwei und vier Monaten untersucht. Säuglinge von rauchenden Müttern neigten in der Studie stärker zu anhaltendem Schreien, waren auffallend gleichgültig oder wehrten sich öfter gegen die Pflege. Während des Spielens mit den Eltern waren sie auch weniger aufmerksam. Dieses Verhalten war umso ausgeprägter, je mehr die Mutter geraucht hatte.
Plötzlicher Kindstod: Rauchen lässt die Gefahr drastisch steigen
Was aber vor allem gegen das Rauchen in der Schwangerschaft spricht: Abhängig von der Zahl der gerauchten Zigaretten erhöht sich das Risiko für den
Schwangeren, die das Rauchen aufgeben wollen, bietet die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung unter der Telefonnummer 0221 / 89 20 31
zu folgenden Zeiten eine persönliche Telefonberatung an: montags bis donnerstags von 10-22 Uhr, freitags bis sonntags von 10-18 Uhr.






