Gesellschaftliche Herkunft bedingt Raucherkarriere
Gibt es eine typische Raucherschicht?
Zigaretten als Zeichen der Emanzipation? Welches sind die gesellschaftlichen Hintergründe des Rauchkults und wie beginnt eigentlich die klassische "Raucherkarriere"?
Den Daten der Deutschen Herz-Kreislauf- Präventionsstudie zufolge besteht für das Rauchen ein sehr enger Zusammenhang zu Kriterien wie Einkommen oder Schulausbildung. Je geringer das Einkommen, umso deutlicher nimmt der Zigarettenkonsum zu. Männer mit Volksschulbildung rauchen fast doppelt so häufig wie Männer mit Abitur.
Bei Männern findet sich der höchste Raucheranteil und die höchste Tagesdosis in körperlich anstrengenden Berufen wie Bergmann, Straßenarbeiter, Tiefbauer, Maurer, Seemann, Schornsteinfeger. In Berufen der Bereiche Verkehr, Chemie, Post und Gastronomie besteht ein hoher Raucheranteil - sowohl bei Frauen als auch bei Männern. Bei den Gesundheitsberufen fällt besonders auf, dass das Krankenpflegepersonal erheblich mehr raucht als Ärztinnen und Ärzte. In Frauenberufen, bei denen Frauen entweder über- oder unterfordert sind, ist der Zigarettenkonsum besonders hoch. Beispiele sind Kellnerinnen, Kassiererinnen oder Telefonistinnen. Den geringsten Anteil an Rauchern weisen akademische Berufe auf.






