Mögliche Gefahren von Selbstmedikation
Die Ursache der Beschwerden beachten
Ein Tag ist nicht wie der andere. Dass es uns an manchen Tagen richtig gut geht und an anderen Tagen eben nicht, ist normal. So ist das Leben.
Der Griff in den Arzneimittelschrank sollte nicht zur Gewohnheit werden. Manchmal hilft auch schon ein wenig Bewegung oder frische Luft.
Nicht alle Wehwehchen muss man gleich mit einer Tablette behandeln. Besser ist es, sich über die Ursache der Beschwerden Gedanken zu machen und sich zu überlegen, wie man am besten damit umgeht - zunächst ohne Medikamente.
Man sollte herausfinden, welche Gegenmaßnahmen helfen und mit welchen Hausmitteln man sich Linderung verschaffen kann. Ein Anflug von Kopfschmerzen bessert sich vielleicht nach einer Tasse Kaffee. Oder ein Gang um den Block (zum Beispiel in der Mittagspause) macht ihn erträglicher. Kann sein, dass man einen Tag lang besser einen Gang "herunterschalten" sollte, weil der Körper etwas Zeit zur Regeneration braucht.
Wer immer gleich vorschnell zur Tablette greift, setzt sich selbst unnötigen Risiken aus und nimmt seinem Körper die Chance, sich selbst zu helfen. Zudem verliert er mit der Zeit das Gefühl für die natürlichen Befindlichkeitsschwankungen. Problematisch in dieser Hinsicht können Schmerztabletten sein. Ihr Vorteil der raschen Wirkung kann sich bei Abhängigkeitsgefährdeten durch die unsachgemäße Anwendung umkehren. Etwa bei Kopfschmerzen kann die längerfristige ständige Einnahme von Schmerzmitteln selbst Kopfschmerzen erzeugen. Die dann wieder mit Schmerzmitteln bekämpft werden. Einziger Ausweg: Schmerzmittel sofort absetzten. Neben den können auch Abführmittel missbräuchlich lange eingenommen werden. Manche davon können nach einer gewissen Zeit ebenfalls das verursachen, was sie eigentlich bekämpfen sollten: Der Darm hat sich an die ständige Abführnitteleinnahme gewöhnt und arbeitet nicht mehr von alleine.





