Selbsthilfe - Selbsttherapie
Selbstmedikation ist sicher, wenn man Regeln beachtet
Selbstmedikation ist nur sinnvoll, wenn man verantwortungsbewußt mit seinem Körper umgeht und einige Regeln berücksichtigt. Bevor man sich selbst therapiert, sollte die Ursache der Beschwerden bekannt sein. Ein Verschleppen einer Krankheit erschwert die Heilung in den meisten Fällen.
Selbstmedikation ist praktisch. Und: Selbstmedikation ist sicher. Voraussetzung dafür ist allerdings, dass man sich an die Spielregeln hält. Dass man weiß, in welchen Situationen man sich selbst helfen darf und wann man besser zum Arzt geht.
Greift man in Eigenregie zu einem Medikament, sollte man folgende Punkte beachten:
- Nicht gleich jedes Wehwehchen ist ein Grund, zur Tablette zu greifen. Viele Beschwerden verschwinden von alleine wieder oder lassen sich mit Hausmitteln lindern.
- Behandeln darf man nur solche Beschwerden, deren Ursache man kennt. Beispiele: Verdauungsbeschwerden nach einem zu üppigen Essen, Kopfschmerzen im Rahmen einer Erkältung.
- Beschwerden, die man nicht kennt, unbedingt vom Arzt klären lassen!
- Dauern die Beschwerden nach drei bis vier Tagen noch an bzw. haben sie sich nicht deutlich gebessert ist der Gang zum Arzt nötig. Umso mehr, wenn sie sich sogar verschlimmern.
- Sind die Beschwerden ungewöhnlich heftig oder haben sie Begleiterscheinungen, die man nicht kennt, sind sie ein Fall für den Arzt.
- Am besten, man bekämpft die Beschwerden möglichst mit einem einzelnen Medikament. Im Zweifelsfall lässt man sich in der Apotheke beraten.
- Vor der Einnahme sollte man sich erst einmal gezielt über das Arzneimittel informieren. Der Beipackzettel verrät, was man bei der Anwendung des Arzneimittels beachten muss, wann man es nicht einnehmen darf und welche Dosis geeignet ist.
- Wer ständig vom Arzt verordnete Arzneimittel einnimmt, der sollte sich vor der Einnahme zusätzlicher Arzneimittel darüber informieren, ob sich die verordneten mit den selbst gekauften Präparaten vertragen. Möglich sind z. B. Wechselwirkungen in Form von verstärkter oder abgeschwächter Wirkung oder stärkerer Nebenwirkungen.





