
Empfindliche Fitmacher
Tiefgekühlte Vitamine sind länger haltbar
Obst und Gemüse enthalten wichtige Vitamine - so weit, so gut. Doch die kleinen Moleküle sind sehr empfindlich. Besonders lang lassen sie sich tiefgekühlt erhalten.
Obst und Gemüse bescheren dem Organismus eine üppige Vielzahl an wichtigen Vitaminen. Frisch gekauft und genossen profitieren Körper und Geist von der gesunden Kost. Doch nicht jeder hat die Möglichkeit, die empfohlene Obst- und Gemüseration tagtäglich frisch vom Markt zu holen. Und genau das wäre nötig, denn so gesund der Brokkoli oder der Apfel drei Tage nach dem Einkauf noch aussehen mögen: der Vitamingehalt von Obst und Gemüse nimmt bei Zimmertemperatur binnen weniger Tage stark ab.
Günstiger sieht es aus, wenn sie im Kühlschrank gelagert werden. Etwa ein bis zwei Tage lassen sich so gewinnen. Noch besser ist in jeden Fall die Lagerung im Tiefkühlfach- darauf weist jetzt die Centrale Marketing-Gesellschaft der deutschen Agrarwirtschaft (CMA) in Bonn hin.
Sie berufen sich auf Erkenntnisse von Forschern am Institut für Bio- und Lebensmitteltechnik der Universität Karlsruhe. Diese fanden heraus, dass etwa grüne Bohnen, die vier Tage im Kühlschrank gelagert wurden, nur noch 40 Prozent des ursprünglichen Vitamingehalts enthalten, bei Raumtemperatur sind es sogar nur noch 20 Prozent. Wer die Bohnen jedoch einfriert, der kann sich nach Wochen noch über den vollen Vitamingehalt hermachen. Und selbst wenn die Lust auf Bohnen erst nach einem Jahr kommt, gibt es nichts zu befürchten, denn der Vitamingehalt liegt immer noch bei 80 Prozent.
Damit das Gemüse den Tiefkühlprozess gut übersteht, sollte es vorher blanchiert werden. Dafür wird maximal ein Kilogramm Gemüse für ein bis drei Minuten in einen Topf mit kochendem Wasser gegeben. Außerdem muss der Gefrierprozess schnell erfolgen, damit Eiskristalle, die sensible Zellstrukturen zerstören können, keine Chance haben. Bevor Obst oder Gemüse also ins Gefrierfach kommen, einfach die Schockfrostschaltung aktivieren.






