Allgemeiner Vitamin-Bedarf

Damit Vitaminpräparate richtig wirken

Viele Männer und Frauen möchten mit Vitamintabletten etwas für ihre Gesundheit tun. Gegen eine kurzfristige Kur etwa mit einem Vitamin-C-Präparat haben Experten auch kaum etwas einzuwenden. Wer jedoch über lange Zeit ein Präparat nimmt, sollte in jedem Fall mit seinem Arzt sprechen. So geht er sicher, dass keine nachteilige Wirkung auftritt.

Vitaminpräparate können bei vielen Personen einer Untervorsorgung vorbeugen. So sind sie für Übergewichtige, die über einen längeren Zeitraum abnehmen möchten, eine große Unterstützung. Denn ohne Vitamintabletten würde es während einer Kalorien reduzierten Diät über kurz oder lang zu einer Unterversorgung mit Vitalstoffen kommen. Auch Personen mit erhöhtem Vitaminbedarf wie Stillende, schwer Kranke oder Hochleistungssportler profitieren von Präparaten. Das bedeutet aber nicht, dass Vitaminpräparate in jedem Fall geeignet sind. Darum sollte man sie über längere Zeit nur einnehmen, wenn der Arzt zugestimmt hat. Denn über den Bedarf hinaus genommene Vitaminmengen sind längst nicht so harmlos wie früher vermutet. Auch kann nur ein Experte entscheiden, ob ein Multivitaminpräparat richtig ist oder ob ein einzelner Nährstoff als Nahrungsergänzung ausreicht.

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Vorsicht vor Überdosierung

Von der Werbung werden vor allem die Vitamine A, C, E und Betakarotin als "Rauchervitamin" oder "Powerstoffe gegen vorzeitiges Altern" angepriesen. Dabei sind es gerade diese Vitamine, die bei einer Überdosierung gefährliche Nebenwirkungen nach sich ziehen können. So erhöhen übertriebene Dosen Betakarotin oder Vitamin A bei Rauchern möglicherweise das Lungenkrebsrisiko, extrem große Mengen von Vitamin C können Nierensteine verursachen und hoch dosiertes Vitamin E kann unter anderem Erbrechen, Kopfschmerzen und Muskelschwäche hervorrufen. Auch ein Zuviel an Vitamin D ist für den Körper eventuell problematisch, da es hoch dosiert wie Vitamin C z.B. zu Nierensteinen führen kann.

Stets den Beipackzettel beachten

Das Angebot an Vitamin- und anderen Nährstoffpräparaten in den Regalen von Apotheken, Super- und Drogeriemärkten ist inzwischen riesengroß und selbst für Experten fast unüberschaubar. Für alle gelten diese Einnahmeregeln:


  • die Tagesration auf mehrere Mahlzeiten verteilen - dies ist für die Ausnutzung und Wirkung der Präparate im Körper günstiger - oder Präparate wählen, die Vitamine zeitversetzt kontinuierlich abgeben

  • die Dosierungsempfehlung im Beipackzettel niemals ohne Absprache mit dem Arzt überschreiten

  • Raucher sollten keine Vitaminpräparate einnehmen, die hohe Dosen an Vitamin A oder Betakarotin enthalten ,da dies möglicherweise das Lungenkrebsrisiko steigern könnte

  • Vorsicht vor ausländischen Präparaten, die nicht in einer hiesigen Drogerie oder Apotheke angeboten werden. Diese enthalten häufig noch Spurenelemente, die hier nicht zugelassen sind, warnen Verbraucherorganisationen

  • Vitamin D sollte nur unter regelmäßiger ärztlicher Kontrolle eingenommen werden.
(mk)


Autor: Springer Medizin
Stand: Jun 5, 2003


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