Über Selbstmedikation
Medizinische Kenntnisse sind vorteilhaft
Möchte man sich bei gesundheitlichen Störungen sinnvoll selbst helfen können, muss man Grundkenntnisse über die Funktion des Körpers haben. Außerdem eine Vorstellung darüber, wie es zu bestimmten Beschwerden kommt bzw. was sich dabei im Körper so abspielt.
Nur so kann man sich mit einiger Sicherheit den richtigen Wirkstoff zur Selbstmedikation heraussuchen. Ist man sich unsicher, hilft einem die Beratung in der Apotheke weiter. Dafür ist es nützlich, wenn man die Beschwerden konkret schildern kann und auch eine Vorstellung davon hat, welche Beschwerden man nun genau lindern möchte.
In der Apotheke "etwas gegen Erkältung" zu verlangen, das ist zu ungenau. Erkältung - das können Schnupfen, Husten, Hals- Kopf- und/oder Gliederschmerzen sein. Halstabletten helfen nun mal nicht gegen den Schnupfen. Und das Schnupfenspray ändert an den Gliederschmerzen gar nichts. Erkältung - das kann nämlich auch nur der Schnupfen oder nur der kratzende Hals sein. Beides lässt sich gezielt lindern - allerdings jeweils mit unterschiedlichen Präparaten.
Dann spielt es eine Rolle, in welcher Phase die Erkrankung ist. Im Laufe der Zeit ändert sich die Charakteristik der Beschwerden. Zu Beginn ist ein Erkältungshusten meist trocken, quälend und mit Schmerzen verbunden. Als Gegenmittel eignen sich so genannte Hustenstiller, die den Hustenreiz dämpfen. Nach einigen Tagen setzt die Schleimproduktion ein. Der Husten wird produktiv, weil der Körper den Schleim loswerden möchte. Nun sind so genannte Hustenlöser angesagt, die das Abhusten erleichtern. Hustenstiller sind dann allenfalls geeignet, um den Nachtschlaf zu sichern. Denn untertags würden sie verhindern, dass man den gelösten Schleim auch abhusten kann. Bei der Selbstmedikation sollte man also möglichst gezielt vorgehen und darauf achten, den auch wirklich geeigneten Wirkstoff herauszufinden.





