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Medikamente

Psychotherapie hilft bei Sodbrennen

Auch wenn die Verdauung unbewusst abläuft, so nehmen dennoch viele Faktoren darauf Einfluss - allen voran die Psyche. Magen und Speiseröhre reagieren oft nicht sofort, mit der Zeit können sich jedoch Fehlfunktionen manifestieren. So kann auch Sodbrennen als Folge psychosomatischer Störungen entstehen.

Verdauungsbeschwerden wie das Sodbrennen entstehen bei vielen Patienten durch ein gestörtes Wechselspiel von Köper und Psyche und sind in diesen Fällen als psychosomatische Erkrankungen zu betrachten. Dennoch möchten viele Patienten zunächst nichts von einer Psychotherapie hören. Die Erfahrung zeigt jedoch, dass Verdauungsbeschwerden meist nicht plötzlich auftreten, sondern dann, wenn sich die Betroffenen in besonders belastenden Lebenssituationen befinden. Wird der Stress in sich "hineingefressen", verkrampft sich der Magen und produziert zu viel Magensäure. Haben dies Magen und Speiseröhre sonst ohne Probleme verkraftet, entwickeln sie nun funktionelle Störungen, die sich lange Zeit manifestieren können. Auf diesem Weg kann auch Sodbrennen entstehen.

Psychotherapie unterstützt die medikamentöse Therapie sinnvoll

Die Psychotherapie allein wird kaum in der Lage sein einen Patienten mit Sodbrennen und Säurereflux zu therapieren. Dennoch kann sie effektiv helfen, besser mit der Krankheit umzugehen und bestimmte Verhaltensweisen bewusst zu machen. Denn: Hinter den Beschwerden steckt oft ein krankheitsförderndes Verhalten. Die Patienten sollten sich daher einigen analysierenden Fragen stellen. Beispielsweise, ob sie ihre Sorgen häufig hinunter schlucken und zu wenig in der Lage sind, Probleme anzusprechen oder Konflikte offen auszutragen. Untersuchungen haben gezeigt, dass die Kombination der medikamentösen Behandlung mit einer Psychotherapie bessere Erfolge bringt, als eine rein medikamentöse Therapie. Auch die medizinischen Fachgesellschaften empfehlen daher eine psychotherapeutische Behandlung - allerdings nur dann, wenn die übliche medikamentöse Therapie nicht hilft oder wenn klare psychische Faktoren wie beispielsweise Stress vorliegen. Die Psychotherapie kann dabei verschiedene Behandlungsansätze verfolgen. Bekannte Verfahren sind kognitive Verhaltenstherapien, psychodynamische Psychotherapien oder auch die Hypnose. Allgemeines Ziel der Therapien ist es, die Patienten für einen gesünderen Umgang mit Stress sowie den Krankheitssymptomen zu schulen und Prozesse, die die Krankheitsentwicklung fördern, zu stoppen. Die Patienten lernen dadurch entspannter mit ihren Beschwerden umzugehen und ein dennoch erfülltes Leben zu führen.


Quelle: Nach Informationen des Klinikums Saarbrücken (Funktionsbereich Psychosomatik der Medizinischen Klinik I
Autor: Springer Medizin
Stand: Feb 6, 2008


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