Bei Sodbrennen
Protonenpumpeninhibitor in Apotheken frei erhältlich
Protonenpumpeninhibitoren sind wirksame Mittel bei der Behandlung von wiederkehrendem Sodbrennen: Diese Arzneistoffe können Sodbrennen anhaltend kontrollieren.
Darunter fällt beispielsweise auch der Wirkstoff Pantoprazol, der die Ursache des Sodbrennens in seinem Kern behandelt: Der Säurespiegel im Magen wird gesenkt, indem er die Säureproduktion der sogenannten Protonenpumpen reguliert – damit kann der Teufelskreis des wiederkehrenden Sodbrennens durchbrochen werden.
Wer gelegentlich unter Sodbrennen leidet, kann mit säureneutralisierenden Medikamenten, sogenannten Antazida, Abhilfe schaffen. Viele Menschen leiden jedoch unter wiederkehrendem Sodbrennen – also häufiger im Jahr und länger als einen Tag lang. In diesen Fällen müssen andere Behandlungsmethoden gewählt werden. Denn bei Betroffenen, die unter wiederkehrendem Sodbrennen leiden, kann die Ursache eine Störung des Verdauungssystems sein. Daher muss die Säureproduktion reguliert werden, um dem dauerhaften Sodbrennen ein Ende zu setzen. Zwar lassen sich Häufigkeit und Schmerz durch eine aktive und bewusste Lebensweise sowie gesunde Ernährung beeinflussen – eine vollkommene Beschwerdefreiheit wird durch diese Verhaltensweisen aber bei vielen Betroffenen nicht erreicht. Eine längere beschwerdefreie Zeit ermöglicht die Einnahme von Protonenpumpeninhibitoren.
Protonenpumpeninhibitoren: wirksam und sicher
Protonenpumpeninhibitoren (abgekürzt PPI, auch Protonenpumpenhemmer genannt) gehören zu den am meisten verschriebenen Medikamenten. Sie setzen an der Ursache des Sodbrennens an: der Säureproduktion durch die winzigen Protonenpumpen, die es im Magen zu Millionen gibt. Die Protonenpumpe ist ein Enzym in den Belegzellen des Magens (Parietalzellen), das Protonen im Austausch mit Kaliumionen (Antiport) durch die Zellmembran in das Magenlumen transportiert. Die Protonen bilden dann im Magen Salzsäure, die wichtige Funktionen hat: Sie wird zur Vorbereitung der Nahrungsverdauung und zum Abtöten von Keimen benötigt. Salzsäure kann aber auch "säureinduzierte Erkrankungen" hervorrufen. Zu diesen zählt die gastroösophageale Refluxerkrankung (abgekürzt GERD), deren häufigste Symptome Sodbrennen, saures Aufstoßen und Schluckbeschwerden sind. Denn wenn der Schließmuskel, der sich zwischen Magen und Speiseröhre befindet, nicht richtig funktioniert, kann es zu einem Rückfluss von Salzsäure in die Speiseröhre kommen. Dies kann auf Dauer für die Gesundheit schädlich sein.
Da der Protonenpumpeninhibitor die Säureproduktion der Protonenpumpen reguliert, wird weniger Säure produziert – ein gefährlicher Säurereflux kann nicht mehr stattfinden. Gleichzeitig wird der pH-Wert (Maß für die Stärke der sauren bzw. basischen Wirkung einer wässrigen Lösung) des Magensaftes erhöht und so dessen Aggressivität vermindert. Nach der Beseitigung des Säurereizes kann sich die Speiseröhre von den vorangegangenen wiederholten Säureattacken erholen. Zur Nahrungsverdauung bleiben ausreichend Magensaft und Enzyme im Magen vorhanden. Binnen einiger Tage generiert die Belegzelle neue Protonenpumpen und die Säureproduktion setzt wieder ein.
Protonenpumpeninhibitoren haben sich als sichere, nebenwirkungsarme und effektive Mittel bei der Behandlung von säurebedingten Erkrankungen wie der gastroösophagealen Refluxkrankheit etabliert – auch über einen längeren Zeitraum. Sie helfen dem Magen sich selbst zu heilen und ermöglicht eine längerfristige Kontrolle der Magensäureproduktion. Der Teufelskreis des Sodbrennens kann durchbrochen und Linderung der schmerzhaften Symptome erreicht werden. Die Präparate sind seit 2009 rezeptfrei in der Apotheke erhältlich.





