Mit Babybauch unterwegs
Verreisen in der Schwangerschaft
Reisen in der Schwangerschaft kann beschwerlich sein. Um das zu verhindern, einfach im Vorfeld über die möglichen Transportmittel informieren und die Anreise gut planen.
Der Arzt hat grünes Licht gegeben, das Hotel ist gebucht, die Koffer sind gepackt – dem geplanten Urlaub steht nichts mehr im Weg. Nun steht nur noch eine Frage offen: Mit welchem Verkehrsmittel kommt man in der Schwangerschaft bequem und sicher ans Urlaubsziel?
Bequem und sicher: die Bahn
Wenn das Reiseziel mit der Bahn gut erreichbar ist, ist sie das Verkehrsmittel der ersten Wahl für Schwangere, denn sie bietet gleich mehrere Vorteile. So ist es jederzeit möglich, aufzustehen und etwas herumzulaufen, um die Blutzirkulation anzukurbeln und schweren Beinen und einer verspannten Rückenmuskulatur entgegenzuwirken. Außerdem lässt sich die Sitzposition problemlos ändern. Ein weiterer Pluspunkt: Um die Versorgung muss man sich nicht zwangsläufig selber kümmern, denn Snacks und Getränke sind jederzeit im Speisewagen erhältlich.
Wer allein reist, kann das Gepäck binnen zwei Werktagen mit dem Haus-zu-Haus-Service der Deutschen Bahn ans Reiseziel vorverschicken lassen. Der Service wird innerhalb Deutschlands, aber auch für Reisen nach Österreich, der Schweiz, Luxemburg, Frankreich und den Niederlanden angeboten.
Für Individualreisende: das Auto
Wer die Freiheit des eigenen fahrenden Unterbodens schätzt, die Fahrt gut durchplant, sich genug Zeit für die Anreise nimmt und Staus nicht fürchtet, kann die Anreise im Auto genießen. Das Wichtigste dabei ist das richtige Anschnallen. Der Dreipunkt-Sicherheitsgurt sollte über der Brust und unterhalb des Bauches weder zu locker noch zu straff sitzen. Wird die Rückenlehne möglichst steil eingestellt, kann der untere Gurt auch nicht so schnell hochrutschen. Ein zusätzliches Stützkissen im Rücken kann Schmerzen verhindern.
Eine Voraussetzung für eine unbedenkliche Autofahrt ist, dass die zu fahrende Strecke nicht zu lang ist. Durch die abgeknickte Sitzhaltung besteht ein erhöhtes Risiko für Thrombosen. Deswegen auch auf kürzeren Strecken immer wieder eine Pause machen und für etwas Bewegung sorgen, um den Kreislauf wieder in Schwung zu bringen. Muss Frau nicht selbst hinters Steuer, kann sie es sich auch auf dem Hintersitz bequem machen, der mehr Platz und Möglichkeit zum Wechsel der Sitzposition bietet.
Für lange Strecken: das Flugzeug
Ist das Reiseziel weit entfernt, ist das Flugzeug das sinnvollste, wenn nicht sogar das einzig mögliche Transportmittel. Viele Schwangere scheuen das Reisen über den Wolken. Werden einige Dinge beachtet, gibt es jedoch keinen Grund für eine gesunde Schwangere, das Flugzeug zu meiden. Sowohl der Lärm als auch die Beschleunigung und die Vibrationen der Maschine sind für den Fötus unbedenklich. Auch die Strahlenbelastung stellt keine Gefahr dar, solange die Schwangere nur gelegentlich fliegt.
Damit die Reise für den Organismus nicht zu anstrengend wird, sollten die Flüge nicht länger als fünf Stunden dauern. Das erhöhte Thrombose-Risiko durch das lange Sitzen mit angewinkelten Beinen lässt sich mit Kompressionsstrümpfen und durch ausreichendes Trinken mindern. Auch regelmäßige Bewegung im Gang des Flugzeugs gewährleistet eine gute Durchblutung des Beckens und der Beine. Ganz auf Flugreisen verzichten sollten Schwangere in den letzten vier Wochen vor dem errechneten Geburtstermin. Auch bei Flugangst, Placenta praevia, chronischen Herz- und Lungenerkrankungen und Mehrlingsschwangerschaften ist es unbedingt ratsam, am Boden zu bleiben.




