Schutz in der Freizeit
Absuchen, absuchen und nochmals absuchen
Das Vorkommen von Zecken ist in Deutschland schon lange nicht mehr auf die freie Natur außerhalb von Siedlungsgebieten beschränkt. Längst haben die mit Spinnen und Milben verwandten Tiere auch öffentliche Parks und Gärten in den Städten erreicht. Damit leben sie so nah am Menschen, dass sie bei vielen Freizeitaktivitäten unter freiem Himmel zu unerwünschten Begleitern werden können, sei es beim Fußballmatch oder Federballspiel im Park, sei es bei der Gartenarbeit oder bei der Wanderung im nächsten Wald.
Wo halten sich Zecken in der Natur auf?
Zecken lauern ihren Wirtstieren zumeist an den Spitzen von Gräsern oder in krautigen Pflanzen bzw. Büschen auf. Dabei bevorzugen sie schattige Plätze über feuchtem Erdreich und je nach Entwicklungsstadium unterschiedliche Abstände vom Boden. Larven finden sich zumeist an Grasspitzen in einer Höhe bis zu 20 cm, Nymphen an Pflanzen in bis zu 1 m Höhe, während die erwachsenen Tiere in bis zu 1,5 m Höhe vorkommen. Insbesondere Übergangsbereiche der Vegetation, wie sie an Wegen, Waldrändern oder Wildwechseln vorkommen, sind ein häufiger Aufenthaltsort für Zecken. Darüber hinaus halten sich die beiden frühen Entwicklungsstadien auch gern in Laubstreu auf.
Zecken werden in der Mehrzahl der Fälle mit der Haut oder Kleidung von ihrer Lauerposition abgestreift. Nur vergleichsweise selten bewegen sich die Tiere selbst aktiv auf ihren Wirt zu. Die verbreitet anzutreffende Vorstellung, Zecken würden sich von Bäumen herab auf ihre Opfer fallen lassen, gehört hingegen ins Reich der Mythen und Legenden.
Wer einen überwachsenen Waldweg entlang wandert, einen Fußball aus tieferem Gras aufs Spielfeld zurückkickt oder im Schatten von Büschen vom Sonnenbad ausruht, ist deshalb besonders durch Zecken gefährdet. Doch auch der Aufenthalt auf einem kurzgemähten Rasen ist kein zuverlässiger Schutz vor Kontakt mit den Tieren.
Hinzu kommt, dass freilaufende Haustiere von ihren Ausflügen gern mit blinden Passagieren zurückkommen. Da Zecken sich nicht sofort festbeißen, wenn sie einen Wirt gefunden haben, ist es leicht möglich, dass sie beim Streicheln oder bei zufälligen Berührungen vom Tier auf den Menschen wechseln.
Was können Sie tun, um nicht gestochen zu werden?
Tipp 1: Den Körper nach Zecken absuchen
Tipp 2: Lange Kleidung, glatte Schuhe
Tipp 3: Helle Kleidung
Tipp 4: Repellents (Insektenschutzmittel)
Tipp 5: Haustiere vor Zeckenbefall schützen
Tipp 6: Auch am Urlaubsort kann es Zecken geben

