
Sexualität und Trends
Der Mythos der morgendliche Erektion
Gerade erst hat Mann die Augen geöffnet und schon stellt er fest, dass sein bestes Stück längst wach ist. Auch unter den vorwurfsvollen Blicken der Partnerin will die umgangssprachliche Morgenlatte nicht klein beigeben. Doch woher kommt die morgendliche Erektion eigentlich?
Wenn Mann morgens mit einer Erektion aufwacht, muss das nicht unbedingt etwas mit erotischen Träumen oder sexueller Vorfreude zu tun haben. Für die gewölbten Shorts sind unterschiedliche Faktoren verantwortlich, die bislang noch nicht völlig aufgeklärt sind.
Fest steht, dass die morgendliche Erektion absolut normal ist und häufig nach ein paar Minuten der Vergangenheit angehört.
Volle Blase oder biologische Vorsorge?
Lange Zeit nahm man an, dass die morgendliche Erektion auf eine gefüllte Harnblase zurückzuführen ist, die auf die inneren Geschlechtsorgane drückt und so den Blutdruck in den Schwellkörpern in die Höhe treibt. Da die Erektion jedoch nach wenigen Minuten abklingt, auch wenn Mann zwischenzeitlich nicht die Blase gelehrt hat, ist diese Erklärung wohl eher ein Irrglaube.
Neue Thesen besagen, dass hinter dem harten Erwachen eine Reaktion auf den Schlaf steckt. Der biologische Sinn besteht in einer optimalen Versorgung der Gewebe. Denn wenn sich der Penis mit Blut füllt, gelangt automatisch mehr Sauerstoff in die Geschlechtsorgane.
Dabei tritt die Erektion vor allem in der Traumphase- der REM-Phase- des Schlafes auf, die häufig in den frühen Morgenstunden liegt. In Untersuchungen wurden Probanden in dieser Phase des Schlafes geweckt und zu ihren Träumen befragt. Das Resultat: Selten handelte es sich erotische Träume.
Und mit diesem Phänomen sind Männer durchaus nicht allein. Auch Frauen zeigen in der REM-Phase vaginale Erregung, die nur weniger augenfällig ist als die Reaktion der Männer.











