Dildo
Vor der Lust kommt die Hygiene
Auch wenn er genauso geformt ist: Der Dildo ist im Gegensatz zum Vibrator kein Penisersatz - weder bei der Selbstbefriedigung noch beim Sex mit Partner. Er ist ein Spielzeug, mit dem ein Paar die verschiedenen Methoden des Eindringens ausprobieren kann. Allerdings müssen die Partner einige Hygieneregeln beachten, damit ihr Liebesspiel nicht zu Infektionen und Verletzungen führt.
Dildos gab es schon im alten Ägypten: Dort zeigen sogar Wandgemälde Liebende, die mit solchen Luststäben spielen. Auch im Kamasutra, der uralten indischen Liebeslehre, werden Dildos beschrieben. Und die Japaner erfanden Glückskästen, die dildoähnliche Artikel in unterschiedlichen Größen und Formen enthielten.
Dildos vibrieren nicht: Sie werden in die Scheide oder den Anus eingeführt und schaffen damit ein Gefühl von Fülle und Druck. Besonders Frauen, die das Gefühl lieben, ausgefüllt zu sein, sind von Dildos begeistert.
Luxusausführungen in Messing und Silber
Die Dildos aus dem Sexshop gibt es zwischen 15 und 30 Zentimetern Länge und drei bis sechs Zentimetern Durchmesser. Sie bestehen aus Gummi, Vinyl, Latex oder Silikon. Manchmal sind sie naturgetreu dem Penis nachempfunden. Es gibt auch Dildos, die wie kleine Kunstobjekte aussehen: Eine tauchende Frau, ein springender Delphin, mit Ringen, Wellen, Noppen oder Kugeln. In der Luxusausführung gibt es Dildos sogar aus Messing, Silber oder gedrechselt aus feinem Holz.
Dildos bewegen sich nicht von allein und sind allein fürs Einführen geschaffen. Sie können einfach in die Hand genommen oder an einem Gurt aus Leder oder Stoff befestigt und um die Hüften getragen werden. Dildos lassen sich auch kombiniert einsetzen: Die Frau kann an einem Gurt einen Dildo für die Scheide befestigen, während ein zweiter Dildo zur Penetration des Partners dient.
Gesundheitsrisiken vorbeugen
- Sauberkeit spielt beim Sex eine wichtige Rolle, erst recht bei Sexspielzeugen: Alles, was den Körper berührt oder in ihn eingeführt wird, sollte zuvor stets mit heißem Wasser und Seife gereinigt werden.
- Als Dildo tabu ist alles, was splittern, abbrechen oder schneiden kann: Das Einführen von Flaschenhälsen, unbehandelten Holzstücken oder Drahtgegenständen kann Scheide, Anus und Penis schwer verletzen.
- Wird ein Gegenstand anal eingesetzt, ist es ratsam, ihn tatsächlich nur für diesen Zweck zu reservieren. Darmbakterien können so erst gar nicht in die Scheide gelangen und dort Infektionen und Pilzkrankheiten auslösen.
- Ein Dildo sollte langsam und am besten mit etwas Gleitcreme eingeführt werden: Wichtig ist, sich erst an das Gefühl zu gewöhnen und ein Gespür für das Material zu bekommen.
- Zum Schutz gegen HI-Viren sollte jedes Spielzeug mit einem Kondom versehen werden.









