Erogene Zonen
Die Kunst des Streichelns
Erogene Zonen sind die geheimen Stellen des Körpers: Bei Berührung reagieren sie hochsensibel. Der Schlüssel dafür liegt auf der Haut. Sie ist mit Millionen von Nervenenden versehen, die dem Gehirn jede noch so leichte Berührung melden. Ein pfenniggroßes Stück Haut enthält etwa 50 solcher Rezeptoren. Lippen, Zunge, Genitalien, Brustwarzen und Fingerspitzen sogar noch mehr.
Wird die Haut gestreichelt oder geküsst, werden diese Nervenenden stimuliert. Jeder Mensch hat seine ganz eigenen verborgenen Stellen, bei deren Berührung es ihn von Kopf bis Fuß angenehm durchzuckt. Schön ist es, wenn der Partner diese Stellen entdeckt - aber man kann sich auch alleine auf Forschungsreise begeben.
Welche Berührungen am Körper als erregend empfunden werden ist von Mensch zu Mensch unterschiedlich. Neben der allgemeinen Verfassung hängt die Reaktion auf einen körperlichen Reiz immer auch von der Situation ab: Manchmal reicht die unbeabsichtigte Berührung eines Fremden, um regelrecht elektrisiert zu sein. Werden die Achselhöhlen aber beispielsweise bei einer medizinischen Untersuchung vom Arzt berührt, führt das kaum zu sexueller Erregung.
Die Kunst des Streichelns: Die meisten Frauen lieben es sinnlich
Besonders Frauen lieben es langsam und sinnlich: Zarte Liebkosungen sind für einige schon der Start ins Glück, ohne dass die Genitalzone auch nur berührt werden muss. Manche verhilft allein das Streicheln des Rückens schon zu erotischen Höhenflügen. Kein Wunder: Denn auf der Linie vom Hals über die Wirbelsäule bis zu den Pobacken verlaufen wichtige Nervenstränge, die den Rücken zu einer sehr empfindsamen erogenen Zone machen.
Auch der Kopf ist sehr empfindlich. Man kann ihn langsam mit den Fingerspitzen massieren, dann weiter zum Gesicht runter gleiten und zärtlich die Ohren, Wangen, Augenlieder und Lippen streicheln. Das Streicheln des Gesichts ist ein Zeichen großer Zärtlichkeit, bleibt aber leider oft der Kosmetikerin vorbehalten, weil die Partner es schlicht vergessen. Besonders das Spiel mit den Ohren empfinden viele Menschen als sehr erregend. Schön ist, wenn daran geknabbert wird oder der Partner die Ohrläppchen leicht mit der Zunge liebkost. Auch die Innenseiten der Arme, die Kniekehlen und Achselhöhlen lieben es gestreichelt zu werden. Aber die Erregungspunkte schlechthin sind für die meisten Frauen ihre Brust und die Brustwarzen: Leichte Berührungen - auch mit Hilfsmitteln wie Honig, Eis oder Federn - zärtliches Saugen oder auch festeres Kneten der Brustwarzen, lässt viele Frauen vor Lust zerfließen.
Auf Forschungsreise: Wo liegen die Erogenen Zonen der Männer?
Auch bei Männer ist die Brust samt Warzen sehr empfindlich. Viele Frauen wissen das gar nicht und übergehen im Liebesspiel den Brustbereich. Gerne mögen Männer auch das Streicheln der Achseln und das sanfte Lecken ihrer Ohren. Man darf nur nicht kitzlig sein, sonst wird das Liebesabenteuer schnell zur Lachnummer.
Als die Nr. 1 unter den erogenen Zonen beim Mann gilt allerdings der Bereich zwischen dem Nabel und dem Genitalbereich. Dort geküsst und gestreichelt zu werden, erregt die meisten Männer sehr. Glaubt man den Sexforschern, dann sind Männer im Gegensatz zu den Frauen aber wesentlich ungeduldiger: Die direkte liebevolle Hinwendung an ihre Genitalzone ist den meisten ähnlich willkommen, wie stundenlanges Streicheln zuvor.









