Sexualität & Trends
Sexualleben der Deutschen
Das Sexualleben der Deutschen ist offen, aufgeklärt und tolerant. Das ist das Ergebnis einer neuen Studie an der Universität Koblenz-Landau.
Die Forscher befragten in Kooperation mit dem Emnid-Institut im Juli letzten Jahres rund 2.400 Frauen und Männer zwischen 14 und 90 Jahren zu ihrer Sexualität.
Den Ergebnissen der Untersuchung nach reduzieren die meisten Befragten Sexualität nicht nur auf den Geschlechtsverkehr, sondern begreifen sie als eine Vielzahl verschiedener sexueller Verhaltensweisen. So sind für die große Mehrheit von 60 Prozent Schmusen, Küssen, Zärtlichkeiten und Petting am wichtigsten. Geschlechtsverkehr rangiert erst an zweiter Stelle (37 Prozent). Für fast 90 Prozent der Studienteilnehmer gehören Lust und Liebe eng zusammen. Fast 60 Prozent gaben an, einmal oder mehrmals pro Woche Geschlechtsverkehr zu haben. Beliebtestes Verhütungsmittel ist die Pille (42 Prozent), gefolgt von Kondomen (19 Prozent).
Selbstbefriedigung scheint keineswegs mehr ein Tabuthema zu sein. Etwa zwei Drittel der Befragten sehen Selbstbefriedigung nicht als Ersatzhandlung, sondern als eigenständige Form der Sexualität. Vorherrschend ist auch eine tolerante Haltung gegenüber Homosexualität: Knapp zwei Drittel der Befragten finden, dass Homosexualität nichts Anstößiges sei.









