Aphrodisiaka
Wenn Liebe durch den Magen geht
Für keine anderen Speisen erwärmen sich Menschen seit Jahrhunderten so sehr wie für Aphrodisiaka. Welche Lebensmittel die Zutaten für einen gelungenen Abend sind, erfahren Sie hier.
Mood Food ist seit kurzem wieder in aller Munde. Dabei ist die Idee, dass sich Gaumenfreuden auch auf die Stimmung des Menschen auswirken, so alt wie die Menschheit selbst. Schon die Griechen wussten, dass Liebe durch den Magen geht. Nicht zuletzt deshalb verknüpfte man in Orgien stets beide Genüsse miteinander.
Süß oder feurig
Besonders wichtig ist eine hohe Konzentration an Mineralien und Vitaminen. Die Einnahme dieser Stoffe wirkt sich förderlich auf die Bildung von Sexualhormonen aus. Auch Lebensmittel, welche den Kreislauf anregen, gelten gemeinhin als Aphrodisiakum. Beispiel: Chili. Der Stoff Capsaicin macht hier den Unterschied. Bereits geringe Mengen dieses Alkaloids sorgen dafür, dass der Stoffwechsel so richtig in Schwung kommt. Nicht umsonst sagt man gerade den Bewohnern südlicher Gefilde nach, sie seien besonders leidenschaftlich.
Doch nicht nur die Schärfe macht scharf. Auch wahre Naschkatzen können sich mit ein paar süßen Happen in Stimmung bringen. Besonders bei Frauen setzt das Phenylethylamin der Schokolade eine wahre Flut an Endorphinen frei. Dieses Glückshormon wirkt sich zwar nicht direkt auf die Libido aus, sollen jedoch aufgrund der gespendeten guten Laune die Chance auf einen prickelnden Abend erhöhen. Gleichzeitig enthält Schokolade Koffein, welches dafür sorgt, dass einem die Müdigkeit keinen Strich durch die Rechnung macht.
Eiweiß als Potenzbooster
Gerade eiweissreicher Kost hängt schon lange das Klischee an, die Manneskraft zu steigern. Nicht zu Unrecht. Nahrungsmittel wie Fleisch oder Fisch die reich an Proteinen sind, steigern die körpereigene Produktion der Hormone Dopamin und Norepomephrin. Diese fördern die Durchblutung der Bauch- und Nierengefäße und steigern die Wachheit. Zudem gilt Dopamin, das beispielsweise bei einem intensiven Arbeitsrausch ausgeschüttet wird, als Glückshormon.
Darüber hinaus besitzen insbesondere proteinreiche Meeresfrüchte, wie zum Beispiel Shrimps oder Austern, eine hohe Konzentration an Zink. Wie die US-Amerikanische Fachzeitschrift "Fertility and Sterility"der American Society for Reproductive Medicine berichtet, kann das Mineral die Anzahl der Spermien erhöhen und somit das Hochgefühl beim Orgasmus des Mannes steigern.
Manneskraft durch Hausmannskost
Manche Menschen denken beim Stichwort Aphrodisiakum an überfüllte asiatische Märkte, auf denen Skurriles wie geriebene Tigerknochen und pulverisierten Panda-Penis feil geboten werden. Doch so exotisch muss der Speiseplan bei weitem nicht aussehen. Selbst wenig aufregende Zutaten wie Kartoffeln sind nicht ohne Wirkung. Ganz wichtig: Nichts verdirbt die Lust auf eine gemeinsame Liebesnacht mehr als Stress. Genau hier tritt die "olle Knolle" auf den Plan. Das in ihr enthaltene Kalium hilft dabei, genau diesen Lustkiller abzubauen. Aber Achtung beim würzen, denn Salz neutralisiert Kalium. Geschmacklich hilft man Kartoffeln also besser mit anderen Mittelchen nach. Auf die Wirkung scharfer Soßen muss wohl kaum noch hingewiesen werden. Eine milde Alternative wäre Kräuterquark oder Sour Cream - eine weitere Eiweisquelle.
Wie wäre es also demnächst amit einem Drei-Gänge-Menü? Einen kleinen Ananas-Shrimp-Cocktail. Anschließend ein argentinisches Kalbssteak in Pfeffersoße, dazu Rosmarinkartoffeln. Zum Dessert ein cremiges Schokoladen-Mousse mit Kokosraspeln und dazu einen trockenen Rotwein, denn laut einer Studie der Nortwestern University in Illinois steigert dieser nicht nur die Geselligkeit, sondern obendrein noch die Produktion des weiblichen Sexualhormons Östrogen. Na dann Mahlzeit!









