Schwerhörig - warum?
Formen der Schwerhörigkeit
Das Ohr ist ein sehr kompliziert aufgebautes Organ und es kann an vielen Stellen zu einer Schädigung kommen. Entsprechend verschieden können auch die Ursachen für eine Schwerhörigkeit sein.
Bei der Schallleitungsschwerhörigkeit ist die Leitung des Schalls von der Ohrmuschel zum Innenohr gestört. Das Innenohr kann dabei ganz normal funktionieren. Personen mit einer solchen Erkrankung können Sprache aus weiterer Entfernung nicht mehr verstehen und nehmen insgesamt alles Gesprochene "dünner" wahr. Die häufigste Ursache dieses Hörverlustes ist ein verstopfter Gehörkanal. Das kann zurückzuführen sein auf Ohrschmalz, Fremdkörper, Zysten oder Tumore. Aber auch chronische Mittelohrentzündungen oder eine Schädigung des Trommelfells bzw. des Mittelohres können dazu führen, dass das Innenohr nur noch unzureichende Signale empfängt .
Von einer Schallempfindungsstörung spricht man, wenn die schallverarbeitenden Rezeptoren im Innenohr geschädigt sind. In den meisten Fällen sind hier die Haarzellen in der Cochlea betroffen. Das kann bei einer Altersschwerhörigkeit auf einem ganz normalen Alterungsprozess beruhen. Im Laufe des Lebens kann die Funktion des Hörnervs und der weiterverarbeitenden Systeme im Gehirn abnehmen, mehr und mehr der Haarzellen im Innenohr büßen ihre Funktion ein und das Gehör wird schlechter. Die Haarzellen können jedoch auch durch exzessiven Lärm zerstört werden. Aus diesem Grund leiden heute in zunehmendem Maße auch junge Leute unter einer Innenohrschwerhörigkeit. Aber auch Krankheiten, wie Mumps, Meningitis, Multiple Sklerose oder bestimmte Medikamente können das Innenohr schädigen.
Ein weiterer wichtiger Faktor, der zu einem Verlust des Hörvermögens führen kann, ist das Rauchen. Raucher haben im Durchschnitt ein um 70% erhöhtes Risiko, schwerhörig zu werden. Das Risiko ist dabei um so höher, je mehr Zigaretten konsumiert werden.
Einige Ursachen der Schwerhörigkeit sind also durchaus vermeidbar. Dabei sollte man sich klarmachen, dass eine Zerstörung der Innenohr-Haarzellen nicht mehr rückgängig zu machen ist.




