Stress & Burnout
Immer häufiger: Stress am Arbeitsplatz
Die Arbeitswelt wird immer stressiger für die Menschen - so lautet das Ergebnis mehrerer Studien. Verantwortlich dafür sind eine ganze Reihe von Faktoren wie Angst vor dem Verlust des Arbeitsplatzes, Mobbing, steigender Leistungsdruck und unfähige Führungskräfte. Dabei werden die Folgen der Belastung immer teurer für Unternehmen und die gesamte Gesellschaft.
Heutzutage verbringt der Mensch 80% seiner wachen Zeit in der Arbeitswelt. Deshalb, sagt Richard Sennett, Professor für Soziologie an der London School of Economics, "ist die wichtigste Aufgabe unserer Zeit: die soziale Aufwertung der Arbeitswelt". Ein hübsch klingendes Ziel, die Realität sieht meist anders aus. Internationale Studien bestätigen, dass gerade unter dem hohen ökonomischen Druck der heutigen Zeit viele Faktoren Stress auslösen:
- Angst um den Arbeitsplatz
- wachsende Anforderungen an Mobilität und Flexibilität
- das Auflösen vertrauter Strukturen
- Über- und
Unterforderung - zu viele und zu wenige Informationen
- Konkurrenzkämpfe im Betrieb
- fehlende Unterstützung, keine Anerkennung durch Kollegen
- offene und verdeckte Rivalität
- isolierende Arbeitsbedingungen
- unrealistische Zeitvorgaben
- generelle Überarbeitung
Mobbing - mangelnde Führungskompetenz, autoritäres Verhalten, unzureichende Kooperation, unklare Instruktionen und Willkür seitens der Vorgesetzten
Diese Stressfaktoren führen bei vielen Betroffenen zu einem psychischen Konflikt, der in einem unbewussten Rückzug in depressive oder andere Erkrankungen mündet. Wie aus dem im Oktober 2000 veröffentlichten Bericht der Internationalen Arbeitsorganisation (IAO) hervorgeht, kosten psychische Krankheiten allein die deutsche Wirtschaft jährlich fünf Milliarden Mark. 7% aller Frühpensionierungen sind laut IAO auf frühzeitige Arbeitsunfähigkeit wegen Stress-Schäden zurückzuführen. Zudem dauert die Berufsunfähigkeit auf Grund psychischen Drucks am Arbeitsplatz zweieinhalb Mal länger als bei anderen Krankheiten. Und noch etwas: Wenn es um Krankheitsgründe am Arbeitsplatz geht, stehen Stress und
Reich, erschöpft und depressiv: Auch Führungskräfte betroffen
Insbesondere Führungskräfte und die Top-Verdiener der Finanzwelt sind überdurchschnittlich häufig seelisch ausgebrannt und leiden an Depressionen. Zudem leiden viele unter Angstattacken und damit verbundenen Versagensängsten. Ängste sind nach Depressionen und Alkoholmissbrauch die dritthäufigste psychische Störung bei Managern.
Arbeitslos und nervlich fertig: Auch wer nicht arbeitet, hat Stress
Der Verlust des Arbeitsplatzes bedeutet in Leistungsgesellschaften wie der unseren nicht nur eine materielle Schlechterstellung, sondern in der Regel auch eine









