Konzentration
Nur wer ausreichend schläft, lernt gut
Schlaf - selbst ein Nickerchen - verbessert die Verarbeitung von Informationen und das Lernen, haben Experimente am National Institute of Mental Health (NIMH) und an der Harvard University bestätigt. Ein Mittagsschläfchen kann die Informationsflut umkehren, so das Ergebnis.
Wie die Forscher im Fachmagazin Nature Neuroscience schreiben, schritt das "Burnout" - gemeint sind Frustration, Verärgerung und schlechtere Leistungen bei geistigen Aufgaben - im Laufe eines Tages unter den Probanden voran. Die Testpersonen mussten unter anderem einen Sehtest absolvieren. Wurde den Probanden nach der zweiten Übungseinheit ein 30-minütiger Schlaf gewährt, kam es zu keiner weiteren Verschlechterung. Ein einstündiger Schlaf verbesserte die Leistung in der dritten und vierten Einheit auf das Start-Niveau.
Das Team um Robert Stickgold von der Harvard University geht davon aus, dass das neurale Netzwerk in der Sehrinde des Gehirns durch wiederholte Tests stufenweise mit Informationen übersättigt wird und dieses Areal so von einer Weiterverarbeitung der Wahrnehmung abhält. Es könnte sein, dass ein Burnout "ein Mechanismus des Gehirns ist, Informationen zu erhalten, die zwar weiterverarbeitet wurden, sich aber durch den Schlaf noch nicht im Gedächtnis zusammen gefügt haben", so die Forscher.
Die neuen Ergebnisse haben laut Forschern auch Auswirkungen auf das Erlernen von Sportarten oder Musikinstrumenten. "Für das Erlernen neuer Handlungen ist genügend Schlaf Voraussetzung. Nur so kann das Maximum aus einer Übung herausgeholt werden.". Die in der modernen Gesellschaft bereits übliche Schlafverkürzung könnte bedeuten, dass das Gehirn sein Lernpotenzial nicht mehr zur Gänze ausnützen kann.









