Internet & E-Mail
Virtuelle Beziehungen
Bei Beziehungen im Netz denken viele an Cybersex. Doch das Internet ist darüber hinaus auch ein hervorragendes Kontaktmedium gerade für sozial ängstliche Personen. Was genau suchen die Menschen im Internet?
Für viele Netz-Nutzer ist das
Viele Untersuchungen trennen Netzbeziehungen von so genannten echten Beziehungen. Die meisten Internetler suchen aber früher oder später auch den persönlichen Kontakt zu ihren virtuellen Freunden. Wie in jeder "normalen" Beziehung telefoniert man miteinander oder trifft sich in ganz realen Kneipen und Cafes. Das Internet ist somit kein Tummelplatz gescheiterter und vereinsamter Existenzen.
Was heisst Sex im Netz?
Sex im Netz bedeutet vor allem die Verbreitung erotischer und pornografischer Inhalte. Häufig werden entsprechende Aufnahmen illegal eingescannt und veröffentlicht. Neben Sexbildern finden sich im Netz auch einige Newsgroups, die sich auf das Thema Sex spezialisiert haben. Für die meiste öffentliche Aufmerksamkeit und auch Entrüstung hat jedoch der "Cybersex" gesorgt. Dieser findet meist in privaten Chatrooms statt. Zwei oder mehr Partner teilen sich gegenseitig ihre erotischen Fantasien und Empfindungen mit. Es kommt zu einer Art erotischen Dialogs. Anders als in der Realität spielt die körperliche Attraktivität des Partners beim Cybersex keine Rolle. Gefragt sind statt dessen inhaltliche Qualitäten wie Sprachstil und Spontanität. Die Netz-Experten streiten zur Zeit noch darüber, ob Cybersex eher als Ersatz für realen Sex oder als eine Ergänzung zu sehen ist.
Welchen Stellenwert Sex im Netz tatsächlich einnimmt, ist schwer zu sagen. Immerhin rangieren Suchanfragen mit eindeutig sexuellem Inhalt bei allen Suchmaschinen ganz oben. Untersuchungen zufolge verheimlichen aber 70 Prozent der Befragten vor ihren Mitmenschen, wie oft sie sich tatsächlich mit sexueller Motivation ins Netz begeben
Kontakt durch Chatten und Mailen
89 Prozent aller Nutzer nutzen das Netz primär als Kontaktmedium. Sie schicken Freunden und Bekannten e-mails oder suchen ihre Lieblingschatrooms auf. Gesprächsforen und Newsgroups sind in der Beliebtheitsskala der Nutzer deutlich gestiegen. Suchten 1998 gerade mal 24 Prozent aller Nutzer das virtuelle Gespräch, so waren es 1999 bereits 47 Prozent. Wissenschaftler mäkeln, dass chatten durch den Wegfall nonverbaler Kommunikation wie Mimik und Gestik weniger aussagekräftig sei. Diese so genannte Kanalreduktion wird jedoch durch netzspezifische Kommunikationsformen teilweise ausgeglichen. Berühmtestes Beispiel sind die so genannten "Smileys" oder "Emoticons".









