Ausgeglichenheit
Glücksforschung: Sind Männer anders als Frauen?
Frauen freuen sich über Blumensträuße, Männer über Cognac. Wenn es so einfach wäre, hätten sich sämtliche Fachleute ausführliche Untersuchungen und Umfragen zum Thema "Was macht Männer und Frauen glücklich?" sparen können. Die Glücksdefinitionen sind sehr unterschiedlich.
Philosophen der griechischen Antike entwickelten Glücksethiken, in denen Fragen wie "Was ist Glück?" und "Wie kann man es erreichen?" zur Diskussion standen. US-amerikanische Glücksforscher hingegen erleichtern uns heute mühevolles Nachdenken, sie stehen kurz vor der Entdeckung eines Glücksgens. Soziologen sprechen gerne vom gelingenden Leben, wenn sie Glück meinen. Psychologen haben den Flow-Effekt als Schlüssel des Glücksgefühls entdeckt. Einig sind sich jedoch alle Fachrichtungen, dass Glück ein wesentlicher Gesundheitsfaktor ist.
Geschlechtsspezifische Glückssache
Glücksforscher haben jedenfalls herausgefunden, dass Männer glücklicher sind als Frauen. Das wird damit erklärt, dass Männer nicht so viel Wahlmöglichkeiten haben wie Frauen. Frauen können sich für ein Familienleben, eine Karriere oder für ein bisschen von allem entscheiden. Männern bleibt höchstens Karriere oder keine, von daher sind sie früher am Ziel angekommen. Frauen nehmen sich mehr Zeit zum Experimentieren, was Fehlschläge und Krisen mit sich bringt. Deshalb beantworten sie die Frage nach ihrem Glückszustand eher gedämpft, sagen Forscher.
Als Glücksfaktoren gelten heutzutage für junge Frauen und junge Männer neben Wahlfreiheit und intakter Beziehung die Einsicht in das, was einem gut tut und die Möglichkeit, es schnell umzusetzen.
Wie verschieden Auseinandersetzungen oder Umfragen auch ausfallen, eins bleibt konstant: Die Sehnsucht des Menschen nach Glück ist unstillbar - wahrscheinlich, weil Schönes für menschliches Empfinden immer nur so kurz währt.









