Ausgeglichenheit
Warum Geld nicht glücklich macht
Was fehlt Ihnen noch zum Glück? Das Eigenheim, das teure Auto oder der Sechser im Lotto? Wer diesen Glückvorstellungen nachhängt, sucht an der falschen Stelle - schon der Volksmund weiß, dass Geld nicht glücklich macht. Warum das so ist, können Glücksforscher erklären.
Wohlstand ist kein Garant für ein glückliches Leben. Im Gegenteil: Eine weltweite Studie fand die glücklichsten Menschen in den ärmsten Ländern der Welt. In Bangladesch bezeichneten sich die meisten Menschen selbst als glücklich. Trotz hohen Lebensstandards fühlten sich die Menschen in Wohlstandsländern dagegen am wenigsten glücklich.
Glücksforscher bestätigen die alte japanische Weisheit: "Das Glück liegt im Aufbruch, nicht im Ziel". Das erklärt auch, warum sich Bewohner reicher Länder bei allen Annehmlichkeiten und schnell verwirklichbaren Zielen eher unglücklicher fühlen.
Was man besitzt, verliert schnell seinen Reiz. Und wer von der Droge des schnellen Glücks gekostet hat, will bald die Dosis erhöhen. Zu Risiken und Nebenwirkungen fragen Sie sich selbst.
Die Psyche ist anpassungsfähig
Das, was das erzielte Glück so schnell verblassen lässt, ist die Anpassungsfähigkeit unserer Psyche. Ihr ist es zu verdanken, wenn sich ein schwer geschädigtes Unfallopfer nach einiger Zeit genauso glücklich fühlen kann, wie vor dem Unfall. Sie ist jedoch auch dafür verantwortlich, wenn das schöne Eigenheim nach einiger Zeit zur Selbstverständlichkeit wird und es als Unglück empfunden wird, wenn schon wieder eine Reparatur anfällt.
Die Ansprüche regulieren sich psychisch nach den objektiven Lebensumständen. Glück bedeutet von daher nicht unbedingt, das zu bekommen, was wir wollen. Es geht eher darum, das zu wollen, was wir bekommen.
Das Leben glücklicher Menschen zeichnet sich dadurch aus, dass die so genannten Pfeiler des Glücks vorhanden sind und dass regelmäßig kleine Glückserlebnisse den Alltag bereichern. Diese Ereignisse kann jedoch nur wahrnehmen, wer nicht den großen Glückszielen hinterherjagt, sondern die scheinbar belanglosen täglichen Momente der Freude wahrnehmen und genießen lernt.









