Ausgeglichenheit
Der Flow-Effekt - wie Glücksgefühle entstehen
Glück verheißende Angebote, gibt es viele. Unser Rat: Vergessen Sie alles, was Ihnen offeriert wird, um glücklicher zu werden. Am besten, Sie vergessen sich öfter einmal selbst. Einer Studie zufolge ist gerade diese Fähigkeit der Schlüssel zu Glücksgefühlen. Den Zustand der Selbstvergessenheit bezeichnet man als "Flow".
Noch nie gab es so viele kommerzielle Freizeitangebote, die Spaß, Spannung und Erlebnisse versprechen. Tatsächlich ist die Freizeit häufig Quelle für Stress, Langeweile und Enttäuschungen.
Der Gesundheitsforscher und Psychologe Mihalyi Czikszentmihalyi hat in einer Studie herausgefunden, dass die meisten Menschen bei der Arbeit glücklicher sind als in ihrer Freizeit.
Der Flow-Effekt
Als Auslöser und wesentliche Basis für Glücksgefühle nennt Mihalyi Czikszentmihalyi den "Flow-Effekt". So bezeichnet er den Zustand, in dem Menschen in ihrer Tätigkeit aufgehen.
Bei dieser höchsten Form von Konzentration und Spannung wird Selbstvergessenheit erreicht, es kommt subjektiv zu einer Verschmelzung mit der Umwelt, anschließend wird das Gegenteil erlebt: Die Heraushebung, der Erfolg durch das Erreichen des Ziels, die Selbsterweiterung.
Bestandteile von Flow-Erlebnissen sind:
- ein klares Ziel vor Augen
- Erfolgsmaßstäbe haben, Feedback bekommen
- die Herausforderung übersteigt nur leicht die Fähigkeiten
- Konzentration
- Kontrolle
- Selbstvergessenheit
- Verlust des Zeitempfindens
- selbst gesteckte Ziele
Nach Czikszentmihalyi sind es vor allem die Leistungsgrenzen in verbesserungsfähigen Bereichen, die uns in einer Sache voll und ganz aufgehen lassen. Anforderungen und Fähigkeiten müssen aufeinander abgestimmt sein, Überforderung macht Angst und verhindert jeden Fluss, Unterforderung erzeugt Langeweile. "Flow"-Erlebnisse lassen sich genauso wenig planen wie ein Orgasmus, denn das Geheimnis liegt in der Hingabe.









