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Rauchen in der Schwangerschaft und danach

Die bitteren Folgen für Ungeborene, Säuglinge und Kleinkinder

Das tragische Schicksal, von der Sucht ihrer, meist liebsten Mitmenschen betroffen zu sein, teilen nicht nur Erwachsene, sondern auch Kinder. Das Dilemma beginnt meist schon im Bauch der Mutter. Raucht diese, kommt es oft zu ungünstigen Schwangerschaftsverläufen und zu teils schweren gesundheitlichen Beeinträchtigungen beim Kind.

Selbst wenn die Mutter dem Qualm nur passiv ausgesetzt ist, zeigt sich in Studien ein deutlicher Zusammenhang mit einem geringen Geburtsgewicht des Kindes. Raucht die Mutter während der Schwangerschaft, ist das Risiko einer Frühgeburt, von Schwangerschaftskomplikationen, Totgeburt oder Fehlentwicklungen beim Kind sogar deutlich erhöht.

Säuglinge und Kleinkinder, die in Raucherhaushalten aufwachsen, leiden überdurchschnittlich häufig an Unwohlsein, etwa Bauchweh, Schwindel, Kopfschmerzen oder Schlafstörungen, und bilden weitaus öfter Krankheiten, in besonderem Maße jedoch Atemwegserkrankungen (z.B. chronische Bronchitis oder Asthma) aus als Kinder in Nichtraucherhaushalten.


Ein besonders tragisches Beispiel dafür, was das Passivrauchen bei Kindern anrichten kann, liefert der so genannte plötzliche Kindstod – das plötzliche und unerwartete Versterben eines Kindes im ersten Lebensjahr. Hierfür gab es lange Zeit keine Erklärung, die Mediziner tappten förmlich im Dunkeln. Heute gehen Ärzte und Wissenschaftler davon aus, dass unter anderem das Rauchen der Mutter während der Schwangerschaft, aber auch das Passivrauchen der Kinder in der elterlichen Wohnung dabei eine entscheidende Rolle spielen. Im Jahr 2005 verstarben laut statistischem Bundesamt 298 Säuglinge und Kleinkinder am plötzlichen Kindstod, in 60 Fällen jährlich ist Berechnungen des Deutschen Krebsforschungszentrums (DKFZ) zufolge Passivrauchen des Kindes im Mutterleib oder nach der Geburt für das tragische Phänomen verantwortlich zu machen.

Angesichts dieser Zahlen sind Eltern aufgefordert, verantwortungsvoller mit der Gesundheit ihrer Kinder umzugehen. Oft sind es kleine Schritte, die Schlimmes verhindern können, beispielsweise der Gang auf den Balkon oder vor die Haustür zum Rauchen oder das Unterlassen des Rauchens im Auto. Schließlich ergibt sich dadurch ein „Mehr" an Lebensqualität für die ganze Familie, etwa weil die akute Rauchbelästigung entfällt.


Quelle: Nach Informationen der GSF – Gesellschaft für Umwelt und Gesundheit, GmbH Neuherberg und des Deutschen Krebsforschungszentrums (DKFZ)
Autor: Claudia Urban
Stand: Nov 19, 2007


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