
Karrierefrauen
Wenn die Karriere den Hausfrieden raubt
Beruflich erfolgreiche Frauen haben zu Hause nicht immer etwas zu lachen. Laut einer Studie streitet sich ein Drittel der besserverdienenden Frauen mit ihren Partnern.
Fragt man die Herren der Schöpfung, ob sie ein Problem damit hätten, wenn ihre Frau mehr Geld nach Hause bringen würde als sie selbst, dann schütteln sie vereint den Kopf. Diese politisch korrekte Einstellung vertreten sie genau so lange, bis sie tatsächlich von ihren Frauen finanziell überflügelt werden. Eine aktuelle Studie der Online-Partneragentur Parship zeigt, dass in 32 Prozent dieser Beziehungen der Haussegen aufgrund des unterschiedlichen Einkommens schief hängt.
Psychologe und Parship-Single-Coach Markus Ernst hat eine Erklärung für den Dauerkrach in solchen Beziehungen parat. Männer definieren sich noch immer über Karriere und Geld. Entsteht genau in diesen Bereichen eine Abhängigkeit vom Partner, so sind Auswirkungen auf das Selbstbild nicht selten. Häufig bröckelt das Selbstwertgefühl, und Zweifel an der eigenen Person stellen sich ein. Den meisten Männern bereitet es erhebliche Schwierigkeiten, sich ihrer Partnerin zu öffnen, und wenn sie dann den nächsten dicken Gehaltscheck nach Hause bringt oder von einer Beförderung schwärmt, sind dem Streit sind Tür und Tor geöffnet.
Für die unabhängige Single- und Partnerstudie 2009 hat Parship gemeinsam mit dem Marktforschungsinstitut Innofact etwa 2000 Singles und Nicht-Singles zwischen 18 und 65 Jahren befragt. Im Zentrum der Studie standen dabei die Themen Partnersuche, Partnerschaft und Lebensart deutscher Singles und Paare. Die Stichprobe entspricht in Sachen Alter, Geschlecht und Region der repräsentativen Verteilung in der deutschen Bevölkerung.









