Beziehungstipp
Weibliche Dominanz tut der Partnerschaft gut
Wenn Frauen zu Hause das Zepter schwingen und die Männer nachgeben können, dann ist das gut für die Partnerschaft, hat eine amerikanische Studie ermittelt.
Wenn in einer Partnerschaft Probleme gewälzt werden, dann setzt sich häufig das weibliche Geschlecht durch, während sich Männer in Nachgiebigkeit üben und den Einfluss ihrer Frau akzeptieren. Dies berichtet das Apothekenmagazin Baby und Familie" unter Berufung auf eine Untersuchung der US-Wissenschaftler Megan Murphy und David Vogel von der Staatsuniversität Iowa.
Die Psychologen gingen auf die Suche und fanden 72 Ehepaare, die ihre Beziehung als recht harmonisch und glücklich beschrieben. Die seligen Paare mussten mittels Fragebogen Rede und Antwort zu verschiedenen Aspekten ihrer Beziehung stehen, die die Zufriedenheit ausmachen. Von Interesse war zudem, welche kritischen Problemfelder oder Fragen zurzeit existieren und wie genau die Entscheidungen in der Beziehung getroffen werden. Anschließend ging es ans Eingemachte. Die Paare wurden unter Videoüberwachung mit brenzligen Streitpunkten konfrontiert, die ausdiskutiert werden sollten.
Die Auswertung der Videobänder zeigte, dass die Frauen diese Situationen stärker dominierten und sich häufiger durchsetzten als die Männer. Vogel betont, dass die Frauen ihre Männer nicht schlichtweg unter den Tisch redeten, sondern ihre Argumente so formulierten, dass ihre Männer sich überzeugen ließen. Zumindest in einigermaßen zufriedenen Partnerschaften sind Frauen also in der Lage, eine gewisse Verantwortung zu übernehmen und Macht auszuüben", beschreibt Vogel.
Noch rätseln die Forscher über die Hintergründe des beobachteten Phänomens, schließlich zeigt sich im Arbeitsleben in der Regel das umgekehrte Bild. Murphy vermutet, dass sich Frauen häufig für das Funktionieren einer Partnerschaft verantwortlich fühlen. Schon frühere Studien hatten Anzeichen dafür erbracht, dass die Männer in einer glücklichen Ehe auch mal nachgeben.









