Natürlicher Stresskiller
Guter Sex vertreibt Stress
Aufregung, Stress, Angst? Kein Problem. Einfach ab ins Bett auf eine Runde Kuschelsex und schon kehrt Ruhe und Entspannung ein- das ergab eine britische Studie.
Sex macht Spaß, soviel steht fest. Doch das prickelnde Tête-à-tête hat noch einiges mehr zu bieten. So wirkt es zum Beispiel als wahrer Jungbrunnen. Wer mindestens zweimal in der Woche Sex hat, sieht gleich im zehn Jahre jünger aus. Das Stelldichein strafft außerdem die Muskeln, regt die Durchblutung an und senkt den Cholesterinspiegel. Ein wahrer Cocktail von Glückshormonen zirkuliert durch den Körper und versetzt uns in einen rauschartigen Zustand. Schmerzen sind schnell vergessen und selbst Migräne geht es an den Kragen. Denn das Endorphin Serotonin, das beim Sex verstärkt ausgeschüttet wird, verengt die Blutgefäße und lindert so den nervenaufreibenden Kopfschmerz. Und sogar auf die Gedächtnisleistung und das Wachstum der Nervenzellen soll sich die schönste Sache der Welt positiv auswirken.
In einer britischen Studie konnte außerdem gezeigt werden, dass ein erfülltes Sexualleben ein wirksames Mittel gegen Herzerkrankungen ist. Studienteilnehmer, die innerhalb von zehn Jahren weniger als zwei Orgasmen pro Woche hatten, starben doppelt so häufig an Herz-Kreislauferkrankungen, wie jene Teilnehmer, die sich über zahlreiche Höhepunkte freuen konnten.
Sex ist zudem ein prima Mittel gegen Stress. Der britische Psychologe Stuart Brody von der University of Paisley ließ 46 Teilnehmer in einer Studie Tagebuch über ihre Bettgewohnheiten führen. Gleichzeitig wurden die 24 Frauen und 22 Männer unterschiedlichen Stresssituationen ausgesetzt, so etwa einer öffentlichen Rede. Es zeigte sich, dass Sex stressbedingte Blockaden lösen kann. Scheinbar verliert das Stresshormon Adrenalin seine Wirkung- jedoch nur, wenn der Sex selbst nicht mit Leistungsdruck verbunden ist.
Die Teilnehmer, die ein entspanntes und ausgefülltes Sexualleben hatten, reagierten viel gelassener auf Stresssituationen und hatten einen niedrigeren Blutdruck als ihre enthaltsamen Mitstreiter. Diese Wirkung trat jedoch nur beim zelebrierten Sex zu zweit ein. Selbstbefriedigung hatte eine deutlich schlechtere Anti-Stress-Wirkung. Entscheidend ist also nicht der Orgasmus, sondern vielmehr die sinnliche Erfahrung mit dem Partner.









