Studie
Bergluft lässt überflüssige Pfunde purzeln
Streifzüge durch die Berge sollen dabei helfen, Gewicht zu verlieren und Fettpolster schwinden zu lassen. Das Geheimnis des Erfolgs heißt scheinbar schlichtweg Höhenluft.
Wenn der Berg ruft, sollte man nicht lange zögern und die Trekkingschuhe schnüren - zumindest dann, wenn man ein bisschen abspecken möchte. Denn ein Aufenthalt in den Bergen kann dabei helfen, Gewicht zu verlieren, ohne dass man sich besonders anstrengen oder kulinarisch darben müsste. Zu diesem Ergebnis sind Forscher der Universität München gekommen. Nach nur einer Woche hatten ihre Probanden durchschnittlich 1,5 Kilo weniger auf den Rippen und legten das verlorene Gewicht auch nach dem Urlaub in den Bergen nicht wieder zu.
Für die Wissenschaft schnürten 20 übergewichtige Männer mit einem BMI von durchschnittlich 33,7 ihren Rucksack und schlugen ihre Zelte für eine Woche auf der Zugspitze in 2650 Metern Höhe auf. Statt anstrengenden Wandertouren galt es für die Versuchsteilnehmer, sich exakt so viel bzw. so wenig zu bewegen, wie sie es in ihrem Alltag gewohnt waren. Auch die üblichen Ernährungsgewohnheiten sollten für die Dauer des Urlaubs beibehalten werden. Obwohl sich die Teilnehmer also genauso verhielten wie zuvor, brachten sie nach Ende der Studie im Schnitt 1,5 Kilo weniger auf die Waage. Selbst ein Monat nach dem Urlaub hatten sie ihr Gewicht immer noch gehalten.
Die Forscher erklären sich die Ergebnisse mit der besonderen Wirkung der Bergluft. Scheinbar macht Höhenluft schneller satt, denn die Versuchspersonen aßen plötzlich deutlich weniger, als sie es zu Hause gewohnt waren. Vor dem Urlaub brachten sie es noch auf rund 3000 Kalorien am Tag, in der Skihütte waren es nur noch etwas mehr als 2000. Außerdem scheint der verringerte Luftdruck in der Höhe den Grundumsatz in die Höhe schnellen zu lassen. Die genaue Rechnung: Die verringerte Energieaufnahme ist für etwa ein geschwundenes Kilo verantwortlich, der erhöhte Grundumsatz für die übrigen 500 Gramm.





