Medikamente
Schlaftabletten können Sodbrennen verstärken
Wer abends zur Schlaftablette greift, um trotz unruhigem Magen und saurem Aufstoßen gut einschlafen zu können, verschärft sein Problem einer Studie zufolge noch.
Etwa jedem zweiten Erwachsenen stößt es hin und wieder nicht nur bitter, sondern außerdem sauer auf. Während das unerquickliche Aufstoßen beim einen als Folge eines ungewöhnlich üppigen Festmahls auftritt, leiden andere Menschen an chronischem Sodbrennen. Bei ihnen wird die Magensäure nicht im Magen zurückgehalten sondern steigt immer wieder in die Speiseröhre auf, die schließlich dauerhaft entzündet ist.
Den meisten der Patienten macht das Sodbrennen gerade dann zu schaffen, wenn sie versuchen, Ruhe zu finden, denn im Liegen kann die Magensäure besonders leicht in die Speiseröhre fließen. Das Brennen im Hals holt die Betroffenen immer wieder aus ihrem Schlummer. In der Hoffnung, endlich erholsamen Schlaf zu finden, greifen viele zu Schlafmitteln. Eine amerikanische Studie hat nun aufgedeckt, dass die Unterstützung aus dem Chemielabor die gesundheitsschädliche Wirkung der Refluxstörung noch verstärken kann. Der Grund: Die Betroffenen schlafen besonders tief und sind schlechter in der Lage, die Magensäure wieder herunterzuschlucken. Dadurch verbleibt sie länger in der Speiseröhre und greift das Gewebe an.
Die Wissenschaftler untersuchten, welche Wirkung das Schlafmittel Zolpiderm, das in den USA sehr populär ist, auf den Krankheitsverlauf bei Patienten mit Sodbrennen hat. Die Betroffenen können zwar besser ein- und durchschlafen, doch der aggressive Magensaft kann in der Zwischenzeit großen Schaden anrichten und die Bildung von Geschwüren begünstigen. Wer an Sodbrennen leidet, sollte laut Studienleiter Anthony DiMarino äußerst sparsam mit Schlafmitteln umgehen. Menschen, die schlecht schlafen, sollten wiederum abklären lassen, ob sie nicht von einer chronischen Refluxstörung betroffen sind und diese dann behandeln lassen.





