Neue Studie
Shisha-Rauchen ebenso gefährlich wie der Griff zur Zigarette
Freunde der qualmenden Wasserpfeife sollten in Zukunft von ihrer Gewohnheit lassen, denn die Shisha enthält reichlich Kohlenstoffmonoxid, das der Gesundheit schadet.
Er schmeckt so harmlos nach Apfel, Melone, Vanille oder Lakritze, tatsächlich jedoch hat es der Qualm aus der Wasserpfeife in sich. Forscher des Department of Health in Großbritannien und des WHO Tobacco Control Collaborating Centre haben nachgewiesen, dass sich Menschen, die sich gern eine Pfeife anzünden oder Kräutertabak rauchen, einer hohen Dosis Kohlenmonoxid (CO) aussetzen. Eine einzige gemütliche Shisha-Runde schlägt mir einer bis zu fünffach höheren Kohlenmonoxidmenge zu Buche als eine einzige Zigarette. Hohe Dosen von Kohlenmonoxid können das Gehirn schädigen und Vergiftungserscheinung wie Schwindel und Bewusstlosigkeit verursachen.
Die Forscher ermittelten und verglichen den Kohlenstoffmonoxidgehalt der ausgeatmeten Luft von Nichtrauchern, leichten Rauchern, Kettenrauchern und Shisha-Rauchern. Bei Nichtrauchern ist die giftige Kohlenstoffverbindung an 1% des roten Blutfarbstoffs gebunden, bei leichten Rauchern sind es 2-4% und bei schweren Rauchern 5-7%. Bei Menschen, die sich gern eine Wasserpfeife anzünden, sind etwa 8-12% des Hämoglobins von Kohlenstoffmonoxid blockiert und fallen somit für den Sauerstofftransport aus.
Paul Hooper vom Department of Health zeigt sich erschüttert über die Ergebnisse. Für viele Menschen ist das Ziehen an der Shisha vor allem ein harmloses, geselliges Freizeitvergnügen. Andere wiederum halten die Wasserpfeife sogar für eine „gesunde“ Alternative zur Zigarette. In diesem Zusammenhang sind die haarsträubenden Resultate der Tests umso bedrohlicher. In weiteren Untersuchungen soll das generelle Ausmaß der Gesundheitsgefährdung unter die Lupe genommen werden. Bis dahin sollten Menschen, die sich gern in Shisha-Bars treffen, zweimal überlegen, ob sie sich ein Pfeifchen anzünden oder es nicht doch lieber bei einem Kräutertee belassen.






