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Wenn das Gewicht sauer aufstößt

Eine der Hauptursachen für lästiges Sodbrennen und säurebedingte Magenbeschwerden ist Übergewicht. Aber wer jetzt zur Diät greift, sollte vorsichtig sein: Die falsche Diät kann erst recht auf den Magen schlagen.

Übergewicht drückt auf den Magen

Das unangenehme Brennen hinter dem Brustbein entsteht in der Speiseröhre. Durch sie gelangt die Nahrung vom Mund in den Magen und wird durch die Magensäure verdaut. Gleichzeitig schützt die Magensäure das Mageninnere vor Bakterien. Ein Schließmuskel zwischen Speiseröhre und Magen verhindert, dass Magensäure in die Speiseröhre zurückfließt. Doch bei Übergewicht-bedingtem Sodbrennen ist dieser Mechanismus gestört, was dazu führt, dass Teile des sauren Mageninhalts in die Speiseröhre zurückfließen und dort die empfindliche Schleimhaut attackieren.

Knackige Salate, vitaminreiches Obst und frische Kräuter - das sind nicht nur die wichtigsten Bestandteile einer gesunden Ernährungsweise, sie halten obendrein noch schlank. Viele wissen das, doch die wenigsten halten sich daran. Denn unsere Gesellschaft steht unter ständigem Zeitdruck - mit doch gleichbleibendem Appetit. Schon locken allerorts "unmoralische Angebote" damit, den kleinen Hunger schnell zu stillen: von Bratwurst mit Pommes Frites über Süßes bis zum vollpfundigen Hamburger. Die Folge dieses Fast-Food-Phänomens: Rund 40 Prozent aller Erwachsenen in Deutschland leiden unter Sodbrennen, an die zehn Prozent sogar regelmäßig.

Dauerhaft abnehmen - aber magenschonend!

Wer aufgrund seines Übergewichts Sodbrennen bekommt, sollte sich Gedanken machen, wie er sich von seinen unliebsamen Pfunden schnell und schonend verabschieden kann. An einem Angebot von Diäten mangelt es dabei nicht. Fast jede Diät hält auch ihr Versprechen: Schon nach kurzer Zeit purzeln die Pfunde. Doch so schnell, wie sie verschwunden sind, so schnell sind sie oft auch wieder auf den Rippen.

Die Ursache für diesen so genannten JoJo-Effekt liegt häufig in falschen Ess- und Kochgewohnheiten begründet. Denn viele Menschen essen auch dann, wenn der Magen nicht knurrt, beispielweise bei Stress, Traurigkeit oder einfach aus Langeweile. Wer sich also einer Diät unterzieht, der sollte nicht nach kurzfristigen Erfolgen schielen, sondern eine durch eine Umstellung seiner Ernährungsgewohnheiten eine dauerhafte Gewichtsreduzierung anstreben - was sich übrigens auch schonend auf den Magen auswirkt.

Tipps für magenfreundliches Abnehmen

Eine Gewichtsreduzierung sollte grundsätzlich langsam erfolgen. Eine gesunde und ausgewogenen Ernährung sollte dabei an erster Stelle stehen. Auf fettiges Fast Food sollte weitgehendverzichtet werden. Folgende Tipps können helfen, das Wunschgewicht nicht nur zu erreichen sondern auch dauerhaft zu halten und damit langfristig auch das Sodbrennen in den Griff zu bekommen:

  • Überprüfen Sie Ihr eigenes Essverhalten. Ein Tagesprotokoll hilft, den eigenen Gewohnheiten auf die Schliche zu kommen.
  • Fettreiche und kalorienreiche Speisen sollten vom Speiseplan gestrichen werden. Greifen Sie lieber zu vitaminreichen Produkten wie frischem Obst und Gemüse sowie ballaststoffhaltigen Lebensmitteln. Die Devise lautet also: Vollkornbrot statt Baguette, Früchtemüsli statt ein deftiges Wurstbrötchen zum Frühstück.
  • Essen Sie lieber fünf kleine Mahlzeiten über den Tag verteilt, als drei große Mahlzeiten. Denn damit ist der Magen überfüllt und es kommt zu einem Völlegefühl mit Unwohlsein.

  • Essen Sie bedacht und mit Genuss, nicht gestresst und schnell.
  • Meiden Sie scharfe Würzmittel und gehen Sie sparsam mit Salz um. Am besten benutzen sie jodiertes und flouriertes Salz.
  • Meiden Sie Alkohol. Schon geringe Mengen können die Schleimhäute des Magens angreifen. Zudem stecken im Alkohol jede Menge Kalorien.

Und ganz wichtig: Haben Sie Geduld! Eine Gewichtsreduktion dauert ihre Zeit und auch das Sodbrennen verschwindet meist nicht von heute auf morgen. Wenn dann doch einmal der Magen plagt, kann auf gut wirksame Medikamente zurückgreifen, z.B. auf die so genannten Antazida, die schnell und wirksam Abhilfe schaffen.


Quelle: Nach Informationen der Bayer Vital GmbH
Autor: Springer Medizin
Stand: Jan 15, 2008


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