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Aktuelle Umfrage

Rauchen aufhören scheitert meistens an Stress

Der Wunsch von Rauchern, der Zigarette den Rücken zu kehren, scheitert in den meisten Fällen an beruflichem oder privatem Stress. Dies ist das Ergebnis der LIFELINE-Umfrage zur Raucherentwöhnung, die der Gesundheitsdienst im Internet zusammen mit dem Berliner Marktforschungsinstitut Metrinomics durchgeführt hat.

Ein Drittel der befragten Ex-Raucher gaben an, unter Stress wieder zur Zigarette gegriffen zu haben. Platz 2 im Ranking der gescheiterten Rauchstopp-Versuche belegt die persönliche Umgebung: Von Rauchern umgeben zu sein verführt knapp ein Viertel der Ex-Raucher zum verhängnisvollen ersten Zug.

Wer mit dem Rauchen aufgehört hat und doch wieder zur Zigarette greift, tut dies in der Regel, weil er beruflich oder privat unter Stress steht. Dies fand die LIFELINE-Umfrage zur Raucherentwöhnung heraus. Insgesamt 33% der gescheiterten Ex-Raucher geben Stress als Grund für ihre Rückfälligkeit an, wobei sich beruflicher und privater Stress mit 17% bzw. 16% in etwa die Waage halten. Am zweithäufigsten nennen Ex-Raucher ihre persönliche Umgebung als Grund für mangelnden Durchhaltewillen. Bei 23% der gescheiterten Rauchstopp-Versuche haben die Betroffenen ihrer Umgebung, die weiterhin Zigaretten konsumierte, nicht standgehalten. Drittpopulärstes Motiv, mit dem Rauchen wieder anzufangen, war die Gewichtszunahme: 15% der Ex-Raucher wollten mit dem blauen Dunst zusätzlichen Kilos zu Leibe rücken oder weitere Speckröllchen verhindern. Immerhin jeder zehnte sucht die Schuld nicht bei anderen: 10% der befragten Ex-Raucher gaben an, sich bewusst für das Wieder-Rauchen entschieden zu haben.

Dabei denken drei von vier Rauchern öfter darüber nach, das Rauchen aufzugeben Die Motivation, Nichtraucher zu werden, wurzelt im Wunsch, die Gesundheit langfristig zu schonen: 86% der Raucher gaben dies als Grund für den angestrebten Zigarettenverzicht an. Als zweites Motiv wird der Spareffekt genannt. Immerhin 76% würden sich über die zusätzlichen Euros im Portemonnaie freuen. An dritter Stelle, bei insgesamt 70% der befragten Männer und Frauen, findet sich der Wunsch, die Attraktivität zu bewahren.

An der LIFELINE-Umfrage zur Raucherentwöhnung haben insgesamt 250 Raucher und 250 Ex-Raucher teilgenommen. Rund 38% der befragten Raucher konsumieren mehr als eine Schachtel Zigaretten pro Tag. Etwa ebenso viele, genau 39%, bezeichnen sich selbst als Suchtraucher.


Autor: Springer Medizin
Stand: Sep 25, 2008


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