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Schwangerschaft: Rauchverzicht ist schwer
Die Gründe, mit dem Rauchen insbesondere dann aufzuhören, wenn sich Nachwuchs ankündigt, sind sehr vielfältig: Der Zigarettenkonsum kann das Risiko für Früh-, Fehl- oder Totgeburten erhöhen, die Sauerstoff- und Nahrungszufuhr zum Kind einschränken und damit dessen Entwicklung beeinträchtigen sowie das Stillen behindern.
Zudem schätzt die Weltgesundheitsorganisation (WHO), dass zwei Drittel aller Fälle von plötzlichem Kindstod vermieden werden könnten, wenn die Eltern nicht rauchten.
Trotzdem fällt vielen Schwangeren der Verzicht auf die Zigaretten aus eigener Kraft sehr schwer. Nach einer Studie der Berliner Universitätsklinik Charité, in der die Angaben von 324 rauchenden Wöchnerinnen zu ihrem Zigarettenkonsum während der Schwangerschaft mit Hilfe von Atem- und Urinuntersuchungen überprüft wurden, hatten immerhin 60 Prozent während der gesamten neun Monate nachweislich geraucht. Zugegeben hatten es hingegen nur zehn Prozent.
Nach Ansicht von Anne Wilkening, Raucherentwöhnungsexpertin an der Klinik für Geburtsmedizin der Charité, müssen diesen Frauen professionelle Maßnahmen zur Raucherentwöhnung angeboten werden. Sie kombiniert in ihrer Beratung, an der die werdenden Mütter in der Regel zusammen mit ihren Lebenspartnern teilnehmen, wahlweise verhaltenstherapeutische Maßnahmen, Entspannungstechniken und Ernährungstipps mit Nikotinpflastern oder Nikotinkaugummis sowie Akupunktur mit oder ohne Nadeln. Die Erfolgsquote: 25% der werdenden Mütter schaffen mit diesen Hilfestellungen einen Absprung von den Zigaretten über mindestens sechs Monate, also über den Geburtstermin hinweg.
Nach Informationen der Pressestelle der Charité und der Ärzte Zeitung







