Archivmeldungen
Sodbrennen: Regelmäßige Spiegelung ratsam
Patienten mit säurebedingter Zellveränderung in der Speiseröhre haben ein etwa 50fach höheres Krebsrisiko als die Normalbevölkerung. Wer unter anhaltendem Sodbrennen leidet, sollte sich deshalb unbedingt einer Speiseröhrenspiegelung unterziehen, rät Prof. Nib Soehendra, Direktor der Abteilung für Endoskopische Chirurgie im Universitätskrankenhaus Eppendorf. Findet sich keine Zellveränderung, sollte die Untersuchung alle 2-3 Jahre wiederholt werden.
Finden sich bereits geringfügige Zellveränderungen, hat der Patient ein erhöhtes Krebsrisiko. Er sollte deshalb mindestens einmal im Jahr zur Speiseröhrenspiegelung. Neue Methoden wie Anfärben der Speiseröhrenschleimhaut (Chromoendoskopie) oder Auftragen eines Farbstoffes, der speziell Tumorzellen kenntlich macht (Autofluoreszenz-Endoskopie), können eventuelle Tumorzellen bereits im Frühstadium identifizieren.
Angst vor Schleimhautdefekten - vor der so genannten Barrett-Speiseröhre - sei keineswegs Hysterie, sagt Soehendra: Tatsächlich verändern sich die Zellen der entzündeten Schleimhaut wesentlich häufiger, als früher angenommen.





