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Sodbrennen: Operation hat kaum Vorteile
Ärzte lösen die Reflux-Krankheit (Sodbrennen) zu häufig chirurgisch, kritisierten Experten auf einem Endoskopie-Kongress in München. Viele Patienten, die wegen Rückflusses von saurem Mageninhalt in die Speiseröhre operiert werden, bräuchten zehn Jahre später wieder Medikamente. Die meisten Argumente, die heute noch für die Operation vorgebracht werden, halten einer fundierten Überprüfung nicht stand, so Dr. Joachim Labenz aus Siegen.
62 Prozent der operierten Patienten seien nach zehn Jahren wieder auf ihre Antireflux-Medikamente angewiesen. Auch sei mittlerweile die These widerlegt, dass eine Operation besser als eine Medikamententherapie vor Speiseröhrenkrebs schütze, sagte Labenz. Zudem sei der chirurgische Eingriff die teurere Alternative - zumindest innerhalb der ersten fünf Jahre.
Einen weiteren Nachteil nannte Prof. Manfred Stolte aus Bayreuth: 17 Prozent der Operierten hätten nach dem Eingriff anhaltende Schluckbeschwerden. Sinnvoll sei eine Operation allerdings, wenn sehr große Mengen Magensäure in die Speiseröhre fließen, weil der Schließmuskel der Speiseröhre nicht funktioniert.





