Archivmeldungen
Speiseröhrenkrebs früher erkennen
Die Magenspiegelung (Gastroskopie) ist eine Standard-Untersuchung bei Verdacht auf Speiseröhrenkrebs. Seit kurzem lässt sich die Gastroskopie auch mit einem Ultraschall-Verfahren kombinieren. Auf diese Weise können Ärzte auch kleine Tumoren im Frühstadium - oft durch Magensäure hervorgerufen - mit einer Treffsicherheit von 85-90% sicher erkennen, sagt Prof. Christian Ell, Direktor der gastroenterologischen Abteilung der Dr. Horst-Schmidt-Kliniken Wiesbaden.
Zusammen mit dem Gastroskop führt der Arzt ein kleines Ultraschallgerät in die Speiseröhre ein, das dort direkt Schallwellen reflektiert. Die Ultraschallwellen entwerfen ein genaues Bild der Speiseröhrenwand im Quer- und Längsschnitt. Mit Videovergrößerung und Färbetechniken lassen sich die Tumorränder zudem deutlich von gesundem Gewebe unterscheiden.
Ist der Tumor unter zwei Zentimeter groß, offenbar gutartig und auf die Schleimhaut beschränkt, kann der Arzt das Frühkarzinom in manchen Fällen noch während der Untersuchung ausschneiden.





