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Kapsel misst Säure in der Speiseröhre
Viele Patienten mit Sodbrennen empfinden die ein bis zwei Tage dauernde Säuremessung als unangenehm. Schließlich müssen sie für diese Untersuchung eine Magensonde tragen, die aus der Nase herausragt und beim Schlafen und Essen stört. Auch mögen sich die wenigsten Patienten mit dem Schlauch in der Öffentlichkeit sehen lassen. Ein Säuremessgerät von der Größe einer Vitaminkapsel könnte jedoch bald die unangenehme Magensonde ersetzen.
Die Mini-Messsonde haben Wissenschaftler von der Cleveland Clinic Foundation in den USA entwickelt. Sie wird während einer Magenspiegelung - oder durch eine sehr dünne Plastikschnur - etwa sechs Zentimeter oberhalb des Speiseröhren-Magen-Übergangs an die Speiseröhrenwand gepresst. Die Kapsel hat eine winzige Saug-Delle, mit der sie haften bleibt. Den Säuregehalt aus der Speiseröhrenwand übermittelt sie einem Empfänger, den der Patient bei sich trägt.
Durch Schlucken, Essen und Trinken rutscht die Kapsel allmählich nach unten. Nach etwa 24 Stunden wird sie ausgeschieden und entsorgt. Mit der Kapsel vor dem Magen kann der Patient essen, trinken und schlafen, auch in seinen Bewegungen ist er nicht eingeschränkt.
Der Mini-Sender könnte die Säuremessung angenehmer und populärer machen, so dass sich zwei- bis dreimal so viele Refluxpatienten dem neuen Verfahren anvertrauen wie dem jetzigen, meint Dr. Joel Richter, Vorsitzender der Abteilung Gastroenterologie der Cleveland Clinic Foundation.





