Gewichtszunahme verhindern

Unterstützung: Ernährung umstellen, Bewegung

Aus Angst vor einer Gewichtszunahme bleiben viele lieber beim Rauchen. Bei manchen Personen kann es zu einer leichten Gewichtszunahme kommen, da der Stoffwechsel ohne Nikotin etwas gemächlicher läuft.

Das bedeutet, dass der durch das Nikotin beschleunigte Umbau von Fetten und Kohlenhydraten langsamer abläuft. Hinzu kommt, das Ex-Raucher noch wochenlang ständig Hunger verspüren. Das Nikotin, das auch appetithemmend wirkt, fehlt auf einmal. Ein weiterer Grund: Mund und Hände brauchen Ablenkungsmanöver. Da ist es nahe liegend, etwas zu essen. So muss mit circa vier Kilo mehr auf der Waage gerechnet werden. Nach zwei bis vier Monaten pendelt sich jedoch das Gewicht wieder ein. Hier einige Tipps, um das Gewicht nicht aus dem Ruder laufen zu lassen:


  • Langsam essen: Dann kommt das Sättigungsgefühl, bevor mehr gegessen wurde als man eigentlich wollte. Übrigens: Das Sättigungsgefühl tritt erst 20 Minuten nach Beginn des Essens ein.

  • Bei starkem Hunger- und Appetitgefühl am besten eine Zwischenmahlzeit in Form von Obst oder Gemüse einlegen. Ein Stück Apfel, ein Kohlrabi oder eine Möhre sind gute Sattmacher für zwischendurch.

  • Süße "Verführer" grundsätzlich aus dem Blickfeld verbannen. Nach dem Motto: Aus den Augen, aus dem Sinn.

  • Damit bei der Hauptmahlzeit nicht so richtig zugeschlagen wird, vorher eine leichte Suppe, einen kleinen Salat essen oder ein Glas Mineralwasser trinken



Bewegung hat viele positive Effekte, die für Ex-Raucher jede Menge Vorteile bringen:

  • Ex-Raucher befinden sich in einer angespannten Phase mit erheblicher zusätzlicher Belastung. Bewegung entkrampft.

  • Durch Bewegung lenkt man sich vom Gedanken ans Essen ab.

  • Regelmäßiges Ausdauertraining in Kombination mit einer fettarmen Ernährung kann die Schädigung der Blutgefäße, die durch das Rauchen aufgetreten sind, mildern und ein Fortschreiten bremsen.

  • Wer sich regelmäßig bewegt, fühlt sich ganz einfach wohler und ist Belastungen besser gewachsen.



Wer etwas für sein Herz-Kreislauf-System tun möchte, für den sind Ausdauersportarten wie Laufen, Skilanglauf, Schwimmen, Radfahren, Bergwandern oder eine vernünftig durchgeführte Aerobic-Gymnastik ideal. Aber Vorsicht: Nicht gleich zu Beginn mit dem vollen Programm starten. Besser ist es, langsam zu beginnen und das Programm schrittweise steigern.


Autor: Springer Medizin
Stand: Nov 19, 2007


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