Sonne & Solarium
Solarium: Richtig Bräunen will gelernt sein
Sich auf die Liege legen, anschalten, räkeln ... wenn es so einfach wäre! Auch das Bräunen im Solarium will gelernt sein. Was für ein Gerät steht zur Verfügung? Welcher Hauttyp bin ich? Wie oft darf ich mich auf die Sonnenbank legen? - Das sind Fragen, die sich jeder stellen sollte, der nicht auf die Sonne aus der Steckdose verzichten möchte.
Welche Solarien-Typen gibt es?
Vor dem Besuch eines Solariums sollte man sich über die Art der Strahlungsquelle genau informieren.
- UV-A-Hochleistungsstrahler, wie z.B. Turbobräuner, schirmen UV-B-Strahlung fast gänzlich ab. Die Stärke ihrer bräunenden UV-A-Strahlung wurde gegenüber der Sonne vervielfacht, um die Bestrahlungszeit kurz zu halten. Der Nachteil der hohen UV-A-Dosis: Sie beschleunigt das Altern der Haut und kann auch zu
Hautkrebsbildung führen. - Die Wirkung der Geräte mit mittlerem UV-B-Anteil, wie beispielsweise der meisten Heimsolarien, ist mit der Wirkung der Sonne vergleichbar. Das bedeutet: Bei gedankenloser, übermäßiger Bestrahlung mit diesen Lampen ist ein erhöhtes Krebsrisiko nicht auszuschließen.
- Die Höhensonne mit ihrem hohen UV-B-Anteil ist der wohl bekannteste UV-Hochdruckstrahler. "Er ist so gefährlich, dass man ihn überhaupt nicht verwenden sollte", warnt Priv. doz. Dr. med. Christiane Bayerl vom Unversitätsklinikum Mannheim.
Fünf Ratschläge für Solarienbesucher
- Die Anzahl der jährlichen Sonnenbäder sollte 50 nicht überschreiten - Solarium und natürliche Sonne zusammengezählt.
- Das Solarium sollte man nicht mehr als einmal wöchentlich aufsuchen.
- Vor dem Sonnenbad unbedingt abschminken, sonst kann es zu allergischen Reaktionen kommen.
- Nicht nur die Haut leidet unter UV-Strahlung, sondern auch die Augen. Deshalb sollte man unbedingt eine Schutzbrille tragen, die in einem seriösen Solarium vom Personal zur Verfügung gestellt wird. Wer an der Augenlinse wegen grauen Stars operiert wurde, muss hierauf ganz besonders achten.
- Es gibt Medikamente, die als Nebenwirkung die UV-Empfindlichkeit der Haut erhöhen. Dadurch entsteht ein Sonnenbrand nach der Einnahme dieser Medikamente oft wesentlich schneller. Auch manche Antibiotika gehören dazu. Deshalb sollte man erst nach Absprache mit dem Arzt ein Solarium aufsuchen.
Die Bestimmung des Hauttyps
Vor dem Besuch eines Solariums sollte man seinen Hauttyp einschätzen oder von einem Experten bestimmen lassen. Im Solarium sollte man sich dann an die für den eigenen Hauttyp vorgegebenen Besonnungszeiten und -stärken halten. Ein gutes Solarium gibt diese Angaben vor. Und noch etwas: Menschen von Hauttyp 1 sollten nie ins Solarium gehen!
Folgende Hauttypen werden in Mitteleuropa unterschieden:
- Hauttyp 1 - "Keltischer Typ"
Dieser Hauttyp bekommt immer schnell Sonnenbrand, wird kaum oder gar nicht braun, auch nach wiederholter Bestrahlung nicht - Hauttyp 2 - "Hellhäutig europäischer Typ"
Der hellhäutig europäische Typ bekommt fast immer Sonnenbrand, wird nach wiederholter Bestrahlung mäßig braun - Hauttyp 3 - "Dunkelhäutig europäischer Typ"
Der so genannte Hauttyp 3 bekommt mäßig oft Sonnenbrand, wird nach wiederholter Bestrahlung fortschreitend braun - Hauttyp 4 - "Mittelmeerischer Typ"
Der mittelmeerische Typ bekommt selten Sonnenbrand, wird schnell und deutlich braun









