Piercing & Tattoo
Piercing-Studio - worauf Sie achten sollten
Die Popularität des Piercings ist ungebrochen. Vor allem in der Altersgruppe von 20 bis 30 Jahren ist der Körperschmuck beliebt. Doch was muss man wissen, wenn man sich piercen lassen will? Haben Piercer eine medizinische Ausbildung? Woran erkennt man ein gutes Piercing-Studio?
Die Betreiber eines Piercing-Studios haben in der Regel keine medizinische Ausbildung. Für das Eröffnen eines Piercing-Studios reicht ein Gewerbeschein. Neben verschiedenen gesundheitlichen Risiken besteht beim Piercen vor allem ein großes Infektionsrisiko, das sich in der Nachbehandlung nur durch die gewissenhafte Pflege vermindern lässt.
Entstehen können die Infektionen auch durch mangelnde Hygiene beim Stechen des Piercings. Die Arbeitsgemeinschaft der Wissenschaftlichen medizinischen Fachgesellschaften (AWMF) hat aus diesem Grund Empfehlungen - Anforderungen der Hygiene beim Tätowieren und Piercen - formuliert.
Die Wahl des Piercing-Studios
Die folgenden Kriterien deuten darauf hin, dass in dem ausgewählten Piercing-Studio hygienisch und gewissenhaft gearbeitet wird:
- Der Piercer muss den Kunden umfassend aufklären, auch über Risiken.
- Bei Minderjährigen muss der Piercer die Einverständniserklärung der Eltern einholen. Erfolgt dies nicht, erfüllt das Piercen den Straftatsbestand der Körperverletzung.
- Der Behandlungsraum, in dem der Eingriff durchgeführt wird, sollte möglichst gefliest und durch Türen abgetrennt sein, damit eine Desinfektion möglich ist.
- Ein Waschbecken sollte nicht im Behandlungsraum sein. Wenn ein Waschbecken vorhanden ist, muss es weit von der Behandlungsliege entfernt sein, um eine Infektion durch Spritzwasser zu vermeiden.
- Der Hautbereich, der gepierct werden soll, muss weitreichend desinfiziert werden.
- Der Piercer muss sich die Hände desinfizieren und sterile Handschuhe tragen.
- Die benötigten Instrumente und Schmuckstücke müssen steril verpackt sein.
Auch Ärzte führen heutzutage Piercings durch, obwohl dies nach Meinung der Bundesärztekammer keine ärztliche Tätigkeit ist.
Die Bundesärztekammer begründet ihre Sichtweise mit dem Hippokratischen Eid, der beinhaltet, dass ein Arzt keinem Menschen Schaden zufügen darf. Beim Piercing bestehen jedoch Gesundheitsrisiken.









