Haarentfernung
Enthaarungs-Trends: Laser und Spezial-Deo
Creme, Heißwachs und Rasierer erhalten als Haarentferner zunehmend Konkurrenz. Medizinische Laserstrahlen können Haarwurzeln veröden, die Enthaarung hat damit besonders dauerhaften Erfolg. Allerdings ist eine solche Behandlung langwierig und vor allem teuer. Der Kosmetik-Markt kontert mit eigenen Innovationen: Mittlerweile ist das erste Enthaarungs-Deo erhältlich.
Bei der Laserepilation wird die rasierte und gekühlte Haut großflächig mit Laserlicht bestrahlt. Die Lichtenergie wird in Wärme umgewandelt und über das Haar zur Wurzel, der Papille, geleitet. Dort wird das Versorgungsgefäß des Haares verödet und im Idealfall das Nachwachsen weiterer Haare vollständig verhindert. Doch auch wenn das nicht glückt: Die Zeitspanne, nach der die Haare wieder wachsen, ist gegenüber den herkömmlichen Enthaarungsmethoden - Rasieren sowie Heißwachs und Epilation - deutlich verlängert.
Dunkelhaarige haben beim Laser Vorteile
Um maximale Erfolge zu erzielen, sollte das zu entfernende Haar möglichst dunkel sein; dunkles Haar absorbiert mehr Wärme. Wehrmutstropfen: Häufig haben dunkelhaarige Menschen aber auch dunkle Haut, so dass nicht nur die Haare die Strahlen absorbieren. Folglich kann der Laserstrahl die Haarzellen nicht exakt treffen. Die Schäden an der Haut sind größer als bei heller Pigmentierung und auch das Ergebnis kann dadurch verschlechtert werden. Der Laser-Experte Dr. Michael Drosner erklärte der Ärztezeitung, dass stärker pigmentierte Haut der Enthaarung immer eine Grenze setze.
Besonders praktisch bei der Damenbart-Entfernung
Eine Untersuchung Drosners am Institut für Dermatologische Laserforschung hat laut Ärztezeitung ergeben, dass eine bis zu 80-prozentige Enthaarung mit den heutigen Lichtsystemen nach etwa vier bis sechs Behandlungen möglich ist. Die muss der Haarentfernungs-Freund jedoch selbst bezahlen und dabei tief in die Tasche greifen. Zwischen 50 und 250 Euro kostet eine Sitzung.
Bei einem Damenbart sollen übrigens bereits drei Sitzungen ausreichend sein: Gerade hier kann die Laserbehandlung aufgrund ihrer Dauerhaftigkeit eine gute Alternative zu den aufwendigen herkömmlichen Methoden sein.
Langzeitstudien über den Laser gibt es noch nicht
Haarentfernung durch Laser ist relativ neu; Beobachtungen und Studien, die über zwei Jahre hinausreichen, gibt es derzeit noch nicht. Bei manchen Patienten war anderthalb Jahre nach abgeschlossener Behandlung noch kein Haar nachgewachsen.
Grundwissen für die Laser-Behandlung:
- Die Behandlung ist nur so gut wie der, der sie durchführt. Daher sollte man sich vor der Entscheidung genau nach der Qualifikation des Anwenders erkundigen. Mittlerweile führen viele Hautärzte diese Behandlung durch.
- Lassen Sie sich vor Beginn der Behandlung ein Hautprofil und einen Kostenvoranschlag erstellen.
- Drei verschiedene Arten von Laserstrahlen werden zur Haarentfernung eingesetzt: Rubin-, Alexandrit- und Epi-Light. Erkundigen Sie sich genau, welche Strahlen für Sie am geeignetsten sind.
Innovation Enthaarungs-Deo
Auch die Kosmetik-Industrie ist innovativ, was die Forschung auf dem Gebiet der Haarentfernung betrifft. Findige Hersteller bringen neue Produkte auf den Markt, die die Enthaarung zumindest einfacher machen können. Schon jetzt ist im Handel ein Deodorant der Firma Jeanne Piaubert erhältlich. Seine Wirkstoffe sollen das Nachwachsen der Achselhärchen vermindern. Hier ist allerdings fraglich, inwiefern die Inhaltsstoffe eines solchen Produktes Haut und Körper beeinflussen, da gerade unter den Achseln empfindliche Drüsen sind. Vor den Chemikalien in herkömmlichen Enthaarungscremes wird häufig gewarnt.









