
Haut & Hauttypen
Reife Haut braucht besondere Pflege
Irgendwann kommt keiner mehr an ihnen vorbei: Falten. Den einen sind sie Zeugen eines aufregenden Lebens, den anderen Zeichen körperlichen Verfalls. Wie auch immer: Verhindern lässt sich das Altern der Haut nicht. Aber eine gesunde Lebensweise und gezielte Pflege können Falten hinauszögern und mildern. Wichtig: Je älter die Haut ist, umso mehr Fett und Nährstoffe braucht sie.
Wer raucht, häufig Sonnenbäder nimmt und viel Butter, Fleisch und Süßes isst, bekommt schneller Falten. Zu diesem Ergebnis kommen Forscher, die über 450 Schweden, Griechen und Australier im Alter über 70 Jahre nach ihren Ernährungsgewohnheiten fragten und gleichzeitig die Zahl der Falten und deren Tiefe festhielten. Menschen mit wenigen Falten nahmen danach überwiegend Fisch, Gemüse, Hülsenfrüchte und fettarme Milch zu sich, berichtet das Fachmagazin New Scientist (25/2001). Darin seien viele Substanzen enthalten, die Falten vorbeugen können, z.B. Vitamin C, Kalzium, Phosphor, Magnesium, Eisen und Zink. Wer allerdings die Neigung zu faltenreicher Haut geerbt hat, kann auch mittels Ernährung nicht viel dagegen ausrichten, schränken die Forscher ein.
Reinigen, cremen, massieren
Schon ab Mitte 20 beginnt die Haut zu altern. Sie trocknet immer mehr aus, wird schlaff, spröde und rissig. Zudem wird sie dünner und reagiert empfindlicher. Wie schnell dieser Prozess abläuft, hängt von der Veranlagung ab, aber auch von der Beanspruchung und Pflege der Haut.
Um die Haut lange faltenfrei zu halten, sind sanfte Reinigung und reichhaltige Pflege das A und O: Staub, Schweiß und Make-up sollten mit einer milden Reinigungsmilch oder -creme entfernt werden. Anschließend den Teint mit einem alkoholfreien Gesichtswasser klären. Einmal pro Woche empfiehlt sich ein Peeling, um abgestorbene Hornschüppchen zu entfernen. Danach nimmt die Haut Cremes besonders gut auf. Häufig bietet eine einfache Feuchtigkeitscreme reifer Haut zu wenig Pflege. Spezielle Produkte (z.B. Nachtcremes) spenden zusätzliche Feuchtigkeit und versorgen die Haut mit wertvollen Ölen, hautschützende Vitaminen und Wirkstoffen. Dadurch wird die Erneuerung der Zellen ankurbelt, die Hautstruktur verbessert und kleine Fältchen gemildert. Tipp: Das Eincremen mit einer Massage verbinden. Das regt die Durchblutung an.
Beim Baden gilt: Am besten Ölbäder verwenden. Sie hinterlassen einen dünnen Film auf der Hautoberfläche und können so ihre Schutzwirkung entfalten. Nach dem Duschen wird der gleiche Effekt erzielt, indem die noch feuchte Haut mit einem Körperöl eingerieben wird.
Das Coenzym Q10 unterstützt reife Haut
In den Wechseljahren braucht die Haut eine noch speziellere Pflege. Durch die hormonellen Veränderungen wird sie immer trockener; die fehlenden Östrogene produzieren zunehmend weniger Kollagen. Reife Haut braucht viel Fett und viel Feuchtigkeit. Vor allem Glycerin und Harnstoff sind wichtige Feuchtigkeitsspender in Pflegeprodukten, um Wasser in der Hornschicht zu binden und sie elastischer zu machen. Empfehlenswert sind Cremes mit dem Coenzym Q10, das freie Radikale bindet, berichtet das Magazin Ökotest. Natürlich enthalten ist es in Fleisch, Eier und Pflanzenölen. Lebensmittel seien Pflegeprodukten vorzuziehen. Vitaminzusätze in Cremes erreichen laut Ökotest gerade mal die äußerste Hautschicht und können dort nur sehr wenig bewirken.
Empfehlenswert: Wasser-in-Öl-Emulsionen
Pflegeprodukte für über 50-Jährige sollen vor allem die Oberfläche der Haut glätten. Dazu setzen Hersteller oft reines Vitamin A (Retinol) zu. Auf der Haut wandelt es sich zu Vitamin-A-Säure, die die untere Hautschicht fester und die obere feiner macht. Kleine Fältchen und Altersflecken können dadurch gemildert werden. Da der Wirkstoff die Zellteilung beschleunigt, kann es bei empfindlicher Haut zu Irritationen kommen, warnt Ökotest. Zudem reagiert die Haut durch die Säure empfindlicher auf Sonne. Daher muss ein höherer Lichtschutzfaktor gewählt werden. Ansonsten gilt: Für die Grundpflege am besten eine Wasser-in-Öl-Emulsionen verwenden. Stark wasserhaltige Cremes (Öl-in-Wasser-Emulsionen) können die Haut noch mehr austrocknen. Empfehlenswert ist einmal pro Woche eine Crememaske. Sie sorgt für mehr Feuchtigkeit in der oberen Hautschicht. Zusätzlich rät das A+Apotheken-Team: Eine Nachtcreme dick auf Gesicht und Dekolletee auftragen, ein feuchtwarmes Handtuch auflegen und sanft andrücken. Zum Abschluss eine kalte Kompresse auflegen, um die Poren wieder zu verschließen und die Haut mit einem weichen Handtuch abtupfen. Besonders gut: Tägliches Trockenbürsten regt die Durchblutung an und stimuliert die Bildung von natürlichen Feuchtigkeitsfaktoren und Fett. (mj)
Quellen: Nach Informationen vom A+Apotheken-Team, der Zeitschrift Ökotest, dem Fachmagazin New Scientist (25/2001) und dem Deutschen Grünen Kreuz
Eine jugendliche Ausstrahlung bewahren. Verhaltenstipps:
- Tipp 1
Ausreichend schlafen. Ideal sind 7-8 Stunden pro Nacht. Im Schlaf regenerieren sich die Zellen schneller als im Wachzustand. - Tipp 2
Viel trinken. Mindestens zwei Liter Wasser, Früchtetee oder Säfte am Tag zu sich nehmen. So werden die Hautzellen mit ausreichend Flüssigkeit versorgt. - Tipp 3
Ausgewogen ernähren. Vitamine und Nährstoffe lassen die Haut vitaler aussehen. - Tipp 4
Regelmäßig bewegen. Das regt die Durchblutung an. Zudem trägt es zur Entspannung bei. - Tipp 5
Trockene Raumluft meiden. Klimatisierte Räume umgehen und Heizungsluft durch Befeuchter, Pflanzen und regelmäßiges Lüften mildern.










