Pflege
Sanfte Pflege für gesunde Füße ohne Hornhaut
Unsere Füße leisten täglich Höchstarbeit. Um gesund und ansehnlich zu bleiben, benötigen sie nicht nur das richtige Schuhwerk, sondern außerdem intensive Pflege.
Zunächst sei gesagt: Hornhaut ist eine völlig normale Erscheinung, denn langes Stehen oder auch Gehen beansprucht die Haut auf Dauer stark. Werden die Füße dann auch noch in schlecht passendes Schuhwerk gezwängt, gerät die Haut an den Zehenballen und den Fersen stark unter Druck und legt sich zum Schutz des tiefer liegenden Gewebes ein paar Extraschichten zu. Obwohl Hornhaut also an sich nichts Schlechtes kann, kann sie doch unangenehme Folgen nach sich ziehen. Wird sie nämlich zu dick, so bilden sich schmerzhafte Schwielen, die einreißen und sich entzünden können.
Das oberste Gebot für gesunde Füße ohne Hornhaut und Schrunden lautet: Stets passendes Schuhwerk tragen und Stiefel und Sandaletten mit hohen Absätzen im Schuhschrank lassen. Schlecht sitzende Schuhe sind nicht nur im wahrsten Sinne des Wortes eine aufreibende Angelegenheit, sondern verschlechtern außerdem die Durchblutung, was die Haut anfälliger für Schwielen macht. Außerdem kann sie sich an den Druckstellen kegelförmig verdicken und die gefürchteten - weil äußerst unangenehmen - Hühneraugen entwickeln.
Glatt geschmirgelt mit dem richtigen Werkzeug
Fußfeilen muten etwas brachial an, dennoch können sie im Kampf gegen überschüssige Hornhaut gute Dienste leisten. Hobel sollten hingegen nicht verwendet werden, denn sie entfernen häufig zu viel Hornhaut und legen die tiefer liegende, empfindliche Hautschicht frei. Außerdem rutscht man mit der Klinge leicht ab und kann umliegende Hautpartien verletzen. Weniger schief gehen kann es mit einem Bimsstein, der die trockene Haut sanft wegschmirgelt. Feile und Bimssteine gibt es in Drogeriemärkten und Apotheken zu kaufen.
Um die Füße auf die anschließende Schmirgelpartie vorzubereiten, weicht man die Haut am besten mit einem Fußbad auf. Die Temperatur sollte nicht höher als 38 Grad sein und die Badezeit nicht mehr als zehn Minuten betragen, damit die Haut nicht aufquillt. Als Badezusätze eignen sich durchblutungsförderndes Meersalz oder auch Mandelöl, das die Haut schön zart macht. Nach dem Bad die Füße gut abtrocknen und mit Bimsstein oder Feile bearbeiten. Sind die Füße nur leicht verhornt, reicht manchmal schon ein Fußpeeling mit kleinen Schleifpartikelchen.
Erweichende Maßnahmen für sensible Gemüter
Wer vor Werkzeugen wie der Feile zurückschreckt, kann der Hornhaut mit speziellen Salben und Pflastern zu Leibe rücken. Viele dieser Produkte enthalten Salizylsäure. In höheren Konzentrationen weicht sie die Hornhaut auf, indem sie die Kittsubstanz zwischen den Zellen auflöst. Wichtig ist, entsprechende Cremes und Lotionen nur auf die Hornhaut oder die Hühneraugen aufzutragen und die umliegende Haut etwa mit etwas Fettcreme vor der Säure zu schützen. Salicylsäure kann außerdem in flüssiger Form und als Pflaster angewendet werden. Letztere werden drei bis vier Tage getragen. Nach dieser Zeit ist die Hornhaut in der Regel so weich, dass sie sich problemlos entfernen lässt.
Reichhaltige Pflege für pflegehungrige Füße
Nach einer Schleifpartie mit Feile oder Bimsstein braucht die Haut eine Extraportion Pflege. Eine echte Wohltat bei rauen, rissigen Füßen sind Cremes mit dem Wirkstoff Urea. Urea ist die lateinische Bezeichnung für Harnstoff. Aufgrund seiner feuchtigkeitsbindenden Eigenschaften wird er vor allem Cremes und Salben für die Pflege sehr trockener und juckender Haut zugesetzt. Noch etwas intensiver geht es zu, wenn man nach dem Eincremen in spezielle Baumwollensocken schlüpft.









