Singles & Flirten
Mehrheit der Männer will keine Bindung
Die deutschen Männer sind beziehungsmüde: 67 Prozent aller deutschen Männer wollen heute keine feste Partnerschaft mehr eingehen. Unter den 31- bis 45-Jährigen scheuen 71 Prozent vor einer echten Bindung zurück. Zu diesem Ergebnis kommt eine Umfrage des Hamburger GEWIS Instituts aus dem Sommer 2002, an der sich 1.075 Männern im Alter zwischen 20 und 60 Jahren beteiligten.
"Viele Männer befürchten, dass sie in einer Beziehung automatisch ihre Freiheit und Autonomie verlieren. Andere haben schlechte Erfahrungen gemacht, und wieder andere wollen sich einer Frau einfach nicht öffnen", sagt die Diplompsychologin und Paartherapeutin Angelika Faas.
Beziehungsangst-Typen: Peter Pan, Träumer, Enttäuschter
Die Männer ließen sich in drei Beziehungsangst-Typen teilen, sagt auch die Autorin Angela Petersen, die die Ergebnisse der Studie in der Zeitschrift TV Hören und Sehen vorstellte. "Der ewige Peter Pan, der selbst um die 50 noch das Gefühl hat, zu jung für eine Beziehung zu sein. Er sucht sich immer jüngere Frauen gleichen Typs für kürzere Beziehungen." Diese Männer hätten vor allem Angst, Verantwortung zu übernehmen.
Der zweite Typ sei der Träumer: "Zwischen 30 und 40, manchmal noch älter, der befürchtet, dass ihm seine Traumfrau gerade dann begegnet, wenn er gerade gebunden ist." Häufig habe er schlechte Erfahrungen gemacht und stelle dann extrem hohe Ansprüche an die Liebe. Petersen: "Weil sie glauben, dass sie nur mit einem Engel glücklich werden, haben sie ein gutes Alibi, allein zu bleiben."
Der dritte Typ sei der Enttäuschte. Bei vielen Männern in mittleren Jahren sei die Frustration nach gescheiterten Beziehungen so groß, dass sie "aus Angst vor weiteren Enttäuschungen keine Frau mehr an sich ranlassen", erklärt Petersen weiter.









