E-Mail und Chat
Liebe im Internet: Vorsicht mit persönlichen Daten
Mailkontakt mit Fremden birgt den Reiz des Heimlichen, manchmal auch des Verbotenen in sich. Mit jeder Zeile werden die Umrisse der Person klarer, man möchte wissen, wie das Gegenüber aussieht - die Phantasie schlägt Purzelbäume. Viele Menschen geben aus Neugierde sehr schnell ihre persönlichen Daten preis, ohne über mögliche Folgen nachzudenken.
Wer im Internet auf Partnersuche ist und Kontakte zu Unbekannten pflegt, sollte sich vorab im Klaren sein, wie viel er seinem Gegenüber von sich verraten möchte. Dies ist abhängig von der Absicht, die man selbst verfolgt: Ist es die Suche nach einem Menschen zum Verlieben, einer rein sexuell motivierten Begegnung, einem Seitensprung, der vor dem Partner geheim bleiben muss? Vor allem im zuletzt genannten Fall besteht die Gefahr, erpressbar zu werden, wenn man Telefonnummer, Privatadresse oder Homepage einem Fremden offenbart.
Egal welche Motivation hinter der Kontaktsuche im Internet steckt: Es ist ratsam, vor dem ersten Treffen ausschließlich das interne Messagin zu nutzen. Hierfür müssen Sie dem Gegenüber keinerlei Daten verraten.
Stalking: Angst und Grauen statt Liebeslust
Wie im richtigen Leben ist auch im Netz nicht jede Bekanntschaft gleich angenehm. Will man den Kontakt zu seiner Mail-Bekanntschaft abbrechen, kann es im ungünstigen Fall böse Überraschungen geben. Stalker verfolgen ihre Opfer, von denen sie abgelehnt wurden, oftmals über einen langen Zeitraum. Sie sind besessen von einem Wahn, der sich als Rachsucht oder Hass äußern kann. Vorsicht geboten ist auch dann, wenn die Netzbekanntschaft erotische "Wünsche" oder "Aufträge" äußert. Abgesehen davon, dass man auf die eigene Gefühle vertrauen soll, weiß man nie, in welche Hände beispielsweise erotische Filme oder Fotos geraten können.
Immer wieder: Gewerblich statt privat
Hinter etlichen vermeintlich privaten Kontaktanzeigen verbergen sich gewerblich Tätige, deren Telefonnummern sich bei genauerem Hinsehen als 0190-Betreiber entpuppen. Dann hilft als allerletzte Möglichkeit nur noch der Junkmail-Filter, bevor das eigene Mailkonto mit pornografischer Werbung vollgestopft ist.
Ehrlichkeit währt am längsten
Menschen, die es ehrlich meinen und gute Absichten hegen, werden Verständnis aufbringen, dass man persönliche Daten nicht sofort dem Erstbesten auf die Nase bindet. Spätestens aber, wenn es zur persönlichen Begegnung gekommen ist, ist es ratsam, die eigene Identität preiszugeben. Andernfalls nimmt man in Kauf, gleichermaßen angeschwindelt zu werden.
Wer unsicher ist, wie er sich im Internet sicher bewegen kann, der die Leitlinien des Projektes Safer Dating" heranziehen. Das Projekt hat zum Ziel, Online-Dating sicherer zu gestalten, klärt Nutzer über die Risiken der Online-Partnersuche auf und gibt Hinweise für ihre Sicherheit.









