Vorsicht im Skiurlaub
Die Hautkrebsgefahr wächst - vor allem in den Bergen
Das Haut Tumor Centrum der Berliner Charité warnt vor chronischen Sonnenschäden durch die immer dünner werdende Ozonschicht. Oft wird Hautkrebs erst viel zu spät erkannt.
Sonne im Skiurlaub. Ein Traum für jeden begeisterten Wintersportler. Doch aufgepasst: Insbesondere in den Bergen ist die UV-A- und UV-B-Strahlung besonders gefährlich, da sie in der dünnen Bergluft und durch die Reflexion im Schnee verstärkt werden. Akute Sonnenbrände oder chronische Lichtschäden können so begünstigt werden und langfristig zu Hautalterung und Hautkrebs führen.
Viel weiter verbreitet als der gefürchtete schwarze Hautkrebs ist der helle Hautkrebs. Die hierbei am häufigsten vorkommende Form ist das Basalzellkarzinom, welches sich in Folge chronischer Sonneneinstrahlung entwickelt. In Deutschland erkranken jährlich über 100.000 Menschen neu dieser Art des hellen Hautkrebses. Es handelt sich dabei häufig um dünne, verfärbte Hautstellen, die vor allem auf Nase, Lippen, Augenlidern, Glatze und an den Ohren auftreten. Solche Basalzellkarzinome wachsen oft über Jahre, ohne Beschwerden zu verursachen. Der Patient geht meist erst dann zum Arzt, wenn eine Wunde entsteht, die nur schlecht heilt", so Prof. Stockfleth vom Haut Tumor Centrum der Berliner Charité. Unbehandelt wächst der Krebs jedoch tief ins Gewebe ein und zerstört darunter liegende Strukturen.
Guter Sonnenschutz ist deshalb insbesondere in Höhenlagen ein Muss, da hier die Gefahr, an Hautkrebs zu erkranken, besonders groß ist. Skifahrer und Gletschergeher sollten mit der Sonne maßvoll umgehen, textilen Sonnenschutz tragen und ihre Haut regelmäßig mit Sonnencreme einreiben. Denn die Haut vergisst nichts: Je häufiger die Haut einem Sonnenbrand oder intensiver Sonneneinstrahlung ausgesetzt ist, desto größer ist die Gefahr einer Hautkrebserkrankung. Um Veränderungen der Haut feststellen zu können, sollten Sie Ihre Haut regelmäßig jedes Jahr von einem Hautarzt untersuchen lassen.









