Tai Chi Chuan
Sanftes Wohlgefühl mit chinesischer Bewegungstechnik
Nach chinesischem Glauben schenkt Tai Chi Chuan die Geschmeidigkeit eines Kindes, die Gesundheit eines Holzfällers und die Gelassenheit eines Weisen.
Immer mehr Deutsche eilen morgens in die Parks, um es den Chinesen gleichzumachen und sich mit sanften, rituellen Bewegungen auf die Belastungen des Tages vorzubereiten. Die über 5000 Jahre alte Bewegungstechnik Tai Chi Chuan, die auch als Schattenboxen bekannt ist, enthält Figuren aus der Selbstverteidigung, insbesondere dem Kung Fu. Anders als im Kampfsport stehen jedoch die gesundheitlichen Aspekte der Bewegungen und die Verbesserung der Flexibilität im Vordergrund. Die Tritte, Schläge und Stöße werden im Zeitlupentempo und meditativ ausgeführt. Wenn die Grundlagen der Bewegungslehre sitzen, können Stöcke und Schwerter in das Programm aufgenommen werden.
Die langsamen und fließend ineinander übergehenden Bewegungen mit dem meditativen Charakter entspannen Körper und Geist, vertiefen die Atmung und schärfen die Konzentration. Tai Chi Chuan ist damit ideal, um den Kopf freizubekommen, innere Ausgeglichenheit zu erlangen und Spannungen zu vertreiben. Für alle, die ihre Ausdauer, die Muskelkraft oder den Fettabbau ankurbeln wollen, ist die chinesische Bewegungslehre hingegen nicht geeignet. Dafür kommt garantiert keiner aus der Puste, und auch passionierte Sportmuffel, betagte Neugierige oder Menschen mit Rücken- oder Herz- und Kreislaufbeschwerden können problemlos mithalten.
Tai Chi Chuan kann von Jung bis Alt erlernt werden. Wer bei den einzelnen Bewegungen nicht gleich mitkommt, sollte sich nicht entmutigen lassen, denn der Weg des Erlernens ist das eigentliche Ziel. Wesentlich ist nur, dass man das Bewegungsprogramm konzentriert trainiert, denn viel wichtiger als Präzision ist die bewusste und gezielte Ausführung der Bewegungen und Haltungen. Am leichtesten lässt sich Tai Chi Chuan in kleinen Gruppen erlernen.









