Adé Langeweile
Ideen für Fitness- und Wellnessbegeisterte
Keine Ausreden mehr für gelangweilte Sportsfreunde. Neue oder frisch widerbelebte Konzepte bringen spürbare und sichtbare Erfolge bei reichlich Abwechslung.
Wer beim hundertsten Aerobic-Kurs die Lust verliert, beim Gerätetraining im Fitnessstudio herzhaft ins Gähnen kommt und auch beim Rundendrehen auf dem Sportplatz von chronischer Langeweile verfolgt wird, der sollte einmal in die neuen oder frisch widerbelebten Wellness- und Fitnesstrends hineinschnuppern. Denn was erstmal fremd klingt und mitunter nicht viel weniger befremdlich aussieht, entpuppt sich schnell als effektives und abwechslungsreiches Training für Jedermann.
Schwerelos in Bestform
Hoch hinaus geht es bei Jukari, einem Fitness-Workout, das eine Menge Experimentierfreidigkeit voraussetzt. Dafür winkt ein effektives und garantiert nicht langweiliges Ganzkörpertraining, das gleichzeitig Beweglichkeit und Koordination verbessert sowie Ausdauer und Kraft schult. Außerdem ist es ein wahrer Hingucker. Nicht von ungefähr erinnert das abgehobene Fitness-Programm an die Darbietung von Akrobaten, schließlich haben genau die an der Entwicklung dieses Workouts mitgewirkt.
Trainiert wird am so genannten Fly Set. Das Ganze sieht aus wie ein Trapez, bei dem sich die Querstange herausnehmen lässt. Bei einigen Übungen geht der Fitnessbegeisterte in die Luft, während er bei anderen Übungen die Bodenhaftung behält. So oder so befindet sich der Körper in einem ständigen Zustand der Anspannung, weil die Tiefenmuskulatur kontinuierlich die Instabilität des Fly Sets ausgleicht. Die Folge ist Muskelkater an Stellen, von deren Existenz man bis dato keine Ahnung hatte. Obwohl Jukari bereits ein gutes Jahr alt ist, wird es erst in wenigen Studios angeboten. Es lohnt in jedem Fall, sich zu erkundigen, wo sich die nächste Gelegenheit zum Abheben bietet.
Entspannung meets Körpertraining
Wieso erst trainieren und dann entspannen, wenn es auch gleichzeitig geht? Das vermutlich haben sich die australischen Erfinder vor bald zwanzig Jahren gedacht, als sie den Chi Ball entwickelten. Elemente aus Yoga, Pilates und Feldenkrais sollen den Körper stärken und gleichzeitig den gehetzten Geist zu Ruhe verhelfen. Kein Wunder, dass die Bewegungslehre der etwas anderen Art in unserer schnelllebigen Zeit wieder aus der Versenkung auftaucht ist.
Geübt wird mit Latexbällen, die es in unterschiedlichen Ausführungen gibt. Man unterscheidet zum einen unterschiedliche Gewichte, zum anderen verschiedene Farben und Düfte. Jeder Duft ist einer Farbe und einer Stimmung zugeordnet. Die kräftigenden Atem- und Bewegungsübungen verbessern also nicht nur Kondition und Beweglichkeit, sondern beeinflussen gezielt das Befinden. Trainiert werden kann in Eigenregie daheim oder auch in Chi-Ball-Kursen, die in Fitnessstudios, Vereinen und Volkshochschulen angeboten werden.
Etwas Entspannung zum Ausklang
Zum Entspannen geht es auf die Matte. Was verlockend klingt, ist in der Praxis jedoch erst einmal nicht so leicht, denn die neuste Lifestyle-Errungenschaft der Schweden hat in oder besser gesagt auf sich. Tausende von feinen Spitzen aus unnachgiebigem Kunststoff überziehen die Oberfläche der Yantra-Matte und sollen ähnlich einer Akupressur gezielt Verspannungen im Rücken, Nackenbereich und selbst im Kiefer lösen sowie Stress abbauen.
Alles, was man für die totale Entspannung tun muss, ist liegen bzw. sitzen und ruhig atmen. Das gestaltet sich zunächst alles andere als leicht, denn die Spitzen pieksen enorm. Wer jedoch durchhält, spürt nicht nur schnell, wie der Schmerz nachlässt, sondern außerdem, wie sich die Durchblutung der Muskeln verbessert. Einige Minuten am Tag, und Verspannungen sollen sich in Wohlgefallen auflösen. Die Matte ist bislang nur im Internet erhältlich. Gewählt werden kann zwischen den Farben Purpur und Olivgrün und den Größen M und L.









